Bundespräsident Schmid will der Jugend Beine machen
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Bundespräsident Schmid will der Jugend Beine machen

Bundespräsident Samuel Schmid hat am Dienstag das Projekt «schule.bewegt» gegen den akuten Bewegungsmangel in der Schweiz lanciert.

Kindern und Jugendlichen soll damit zu täglichen Bewegungsmöglichkeiten ausserhalb des Sportunterrichts verholfen werden. Sie sollen sich täglich mindestens 20 Minuten bewegen.

«Unsere Kinder sind ungeschickter geworden, sie bewegen sich weniger», sagte Bundespräsident Schmid bei der Vorstellung des Projekts an der Primarschule Rain in Ittigen (BE). Übergewicht und Fettleibigkeit im Kindesalter hätten in den letzten Jahren dramatisch zugenommen, und jedes fünfte Kind zwischen sechs und zwölf Jahren in der Schweiz sei heute übergewichtig. Verantwortlich seien falsche Ernährung und Bewegungsmangel. Wer als Kind dick sei, werde es mit grosser Wahrscheinlichkeit auch als Erwachsener sein, warnte der Sportminister.

Im Internationalen Jahr des Sports und der Sporterziehung soll nun das Projekt «schule.bewegt» neuen Elan in und um die Schulstuben bringen. Ziel sind tägliche Bewegungsmöglichkeiten ausserhalb des Sportunterrichts auf allen Altersstufen. Schulklassen, die am Projekt teilnehmen, verpflichten sich zu täglich mindestens 20 Minuten Bewegung. Sei es auf dem Schulweg, auf dem Pausenplatz, im Schulzimmer, während der Pausen, über den Mittag sowie vor und nach dem Unterricht. Unter den Klassen werden Ende Oktober Preise verlost, darunter Sport-Projektwochen.

Das Projekt wird getragen vom Bundesamt für Sport (BASPO) in Zusammenarbeit mit der Eidgenössischen Sportkommission (ESK), dem Schweizerischen Verband für Sport und Schule (SVSS) sowie Rivella. Bekannte Sportpersönlichkeiten wie Skirennfahrerin Maria Walliser, Rollstuhlsportlerin Edith Hunkeler, Judoka Sergei Aschwanden, Volleyballer Stefan Kobel und Unihockeyspieler Mark Wolf unterstützen das Projekt.

(dapd)

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