Abkommen angestrebt: Bundesräte Merz und Couchepin in Arabien

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Abkommen angestrebtBundesräte Merz und Couchepin in Arabien

Zum Abschluss eines zweitägigen Arbeitsbesuchs von Bundespräsident Hans-Rudolf Merz gab das Finanzdepartement bekannt, Saudi-Arabien und die Schweiz seien zu Verhandlungen über ein Doppelbesteuerungsabkommen bereit. Derweil nahm Bundesrat Couepin in Syrien Gespräche über ein Abkommen zur Rückführung von Kulturgütern auf.

Zwischen der Schweiz und Saudi-Arabien sei unter anderem auch die bevorstehende Unterzeichnung eines Freihandelsabkommens mit dem Golfkooperationsrat im EFTA-Rahmen und eines bilateralen Luftverkehrsabkommens besprochen worden.

Zur Sprache kam auch die Intensivierung der Wirtschaftsbeziehungen. Bundespräsident Merz, der während seines Besuchs auch mit König Abdullah bin Abdulaziz Al-Saud zusammentraf, nutzte gemäss Mitteilung die Treffen mit dem saudischen Finanzminister und dem Gouverneur der Währungsagentur, um mit dem G-20-Staat Saudi-Arabien Massnahmen gegen die globale Finanz- und Wirtschaftskrise zu erörtern, Themen der internationalen Finanzinstitutionen wie des Internationalen Währungsfonds aufzunehmen und die Schweizer Haltung gegenüber der OECD darzulegen.

Treffen mit dem zweiten Vize-Premierminister und Innenminister sowie mit dem Aussenminister dienten dem Austausch über Fragen der Menschenrechte, der Zusammenarbeit in internationalen Organisationen und in der Verbrechensbekämpfung. Merz erörterte auch Fragen des interreligiösen Dialoges, die Minarett-Initiative und wichtige regionale Fragen. Beide Seiten zeigten sich erfreut über die guten bilateralen Beziehungen und bekräftigten den Willen, die Zusammenarbeit auf politischer und wirtschaftlicher Ebene zu intensivieren, wie es in der Mitteilung heisst.

Couchepin in Syrien

Pascal Couchepin hat am Sonntag in Damaskus Syriens Kulturminister Riad Naasan Agha getroffen. Sie nahmen Gespräche über ein Abkommen zur Rückführung von Kulturgütern auf, wie das Eidg. Departements des Innern (EDI) mitteilte.

Syrien sei an einem solchen Abkommen interessiert, sagte EDI- Sprecher Jean-Marc Crevoisier der Nachrichtenagentur SDA. Bern hat bereits mehrere vergleichbare Abkommen mit anderen Ländern abgeschlossen, darunter Ägypten und Griechenland.

Begrüsst wurde vom schweizerischen und syrischen Kulturminister auch die Zusammenarbeit zur Instandsetzung zweier archäologischer Stätten mit Unterstützung des Schweizerischen Nationalfonds: Qasr al- Hayr al-Scharqi und das altsteinzeitliche Al-Kaum, deren Arbeiten vor Ort von den Universitäten Genf und Basel mitgeleitet werden. Couchepin hatte die beiden Orte am Samstag besucht.

Couchepin und sein Amtskollege Riad Naasan Agha sprachen des weiteren von einer möglichen technischen Zusammenarbeit zwischen schweizerischen und syrischen Museen. Vor seinem kulturpolitischen Gespräch war Couchepin zu einem Höflichkeitsbesuch bei der syrischen Vizepräsidentin Najah al-Attar.

(Quelle: AP/SDA)

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