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Umstrittene Jubel-GestenBundesräte stellen sich hinter Natispieler

Während der Doppeladler-Jubel von Xhaka und Shaqiri bei Schweizer Politikern für heftige Diskussionen sorgt, verteidigen die Bundesräte Parmelin und Cassis die Gesten.

von
chk

Shaqiris Siegestor und der Doppeladler-Jubel mit Granit Xhaka danach. Quelle: SRF

Die Bundesräte Guy Parmelin und Ignazio Cassis stellen sich hinter die Natispieler Granit Xhaka und Sherdan Shaqiri. Deren Doppeladler-Gesten im Spiel gegen Serbien sorgten am Tag danach für heftige Diskussionen – auch in der Schweizer Politik. Kritik gab es vor allem aus SVP- und zum Teil auch CVP-Kreisen.

Nicht so von Sportminister Guy Parmelin (SVP), der den Match live im Stadion mitverfolgt hat: «Wer die aufgeladene Stimmung miterlebt hat, schätzt die Leistung der Schweizer Nati umso mehr und kann verstehen, wenn die Emotionen mit einem Spieler durchgehen», sagt Parmelin in der «NZZ am Sonntag».

Es sei nicht im Sinn des Sports, aus den Emotionen nun eine Polemik entstehen zu lassen, zitiert ihn die Zeitung weiter. Die Schweiz sei stolz auf ihre Vielfalt aus Sprachen, Kulturen und Meinungen.

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Emotional aufgeladen: Mit dem Adler-Symbol feiert Xhaka seinen Ausgleichstreffer.

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Keystone/Laurent Gillieron
Das Tor zum 2:1-Sieg: Auch Xherdan Shaqiri zelebriert sein Tor mit dem Doppeladler.

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Doppelfaust statt Doppeladler: Stephan Lichtsteiner feiert mit den Schweizern Fans in der Kurve.

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Aussenminister Cassis (FDP) nannte das Team nach dem Spiel ein perfektes Beispiel für die Verschmelzung verschiedener Kulturen, wie die «NZZ am Sonntag» weiter schreibt. «Ich zweifle nicht, dass man patriotische Emotionen für die Nation empfinden kann, die einen aufgenommen hat, ohne sein Heimatland zu vergessen.»

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