Bundesrätin Calmy-Rey in Moskau
Aktualisiert

Bundesrätin Calmy-Rey in Moskau

Die Schweiz und Russland erwägen eine Stärkung ihrer Zusammenarbeit im Polizei- und Rechtshilfebereich.

Das wurde nach einem Arbeitsbesuch von Bundesrätin Micheline Calmy-Rey beim russischen Aussenminister Sergej Lawrow deutlich.

Calmy-Rey sagte am Freitag vor den Medien in Moskau, die bilateralen Beziehungen zu Russland seien «ausgezeichnet». Der wirtschaftliche Austausch wachse, doch sei das Potenzial noch lange nicht ausgeschöpft.

Ausbaufähig sei die polizeiliche und juristische Zusammenarbeit. Auch die Kooperation auf kultureller und wissenschaftlicher Ebene könne verbessert werden, sagte die Schweizer Aussenministerin.

Ihr russischer Amtskollege Lawrow sagte, er stelle eine «gute Entwicklung des politischen Dialogs» mit der Schweiz fest. Auch er sprach von Möglichkeiten zur Stärkung der Zusammenarbeit im Rechtshilfe- und Polizeibereich. Der Schweiz dankte er für ihre technische und humanitäre Hilfe namentlich im Nordkaukasus.

Calmy-Rey und Lawrow unterzeichneten bei ihrem Treffen auch zwei Abkommen zur Chemiewaffenabrüstung in Russland. Die Schweizer Aussenministerin wird gleich nach Abschluss der Gespräche am Freitagnachmittag in die Schweiz zurückkehren. Sie weilt erstmals seit ihrem Amtsantritt vor rund zwei Jahren in Russland. (sda)

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