Mit 88 verstorben - Bundesrätin Sommaruga in Trauer um ihre Mutter Marie-Thérèse
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Mit 88 verstorbenBundesrätin Sommaruga in Trauer um ihre Mutter Marie-Thérèse

Trauer im Haus von Simonetta Sommaruga: Ihre Mutter ist mit 88 Jahren gestorben. Ihre letzten Jahre verbrachte sie in der Zentralschweiz.

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Simonetta Sommaruga trauert um ihre verstorbene Mutter.

Simonetta Sommaruga trauert um ihre verstorbene Mutter.

20min/Matthias Spicher
Sie erinnert sich, wie ihre Mutter 1971 erstmals abstimmen ging: «Da war ich einfach nur stolz.»

Sie erinnert sich, wie ihre Mutter 1971 erstmals abstimmen ging: «Da war ich einfach nur stolz.»

20min/Marco Zangger
Als Bundespräsidentin musste Sommaruga auch das Besuchsverbot im Altersheim verantworten – und andere Wege suchen, um ihrer Mutter nahe sein zu können.

Als Bundespräsidentin musste Sommaruga auch das Besuchsverbot im Altersheim verantworten – und andere Wege suchen, um ihrer Mutter nahe sein zu können.

Landbote

Darum gehts

  • Bundesrätin Simonetta Sommarugas Mutter ist mit 88 Jahren gestorben. Sie hatte vier Kinder.

  • Marie-Thérèse Sommaruga sei friedlich eingeschlafen, teilte die Familie mit.

Marie-Thérèse Sommaruga-Keel sei am 19. August nach langer Krankheit «friedlich eingeschlafen», heisst es in der Todesanzeige für die Mutter der Uvek-Vorsteherin, die im «Bote der Urschweiz» erschien. Die 1933 geborene Frau verbrachte ihre letzten Jahre in einem Alterszentrum in Goldau SZ. «Nicht müde werden, sondern dem Wunder leise wie einem Vogel die Hand hinhalten», ein Zitat der deutschen Dichterin Hilde Domin, steht in der Annonce, die die Familie der Verstorbenen publizierte. Sie verliere einen «liebevollen Menschen», liess Sommarugas Departement Uvek laut der «Luzerner Zeitung» verlauten.

Simonetta Sommaruga hatte ihre Mutter erst kürzlich in einem Interview mit der «Annabelle» erwähnt. Sie erinnerte sich, wie die in Einsiedeln geborene Frau 1971 nach der Einführung des Frauenstimmrechts erstmals ins Gemeindehaus abstimmen ging: «Sonst war immer nur mein Vater dort drin verschwunden, und wir Kinder warteten draussen und wunderten uns, was er da wohl machte. Und dann ist sie zusammen mit dem Vater dort hineingegangen. Da war ich einfach nur stolz.» Die Familie lebte zeitweise in Zug, wo Simonetta Sommaruga zur Welt kam, und später in Sins AG.

Dem «Berner Bär» erzählte die Bundesrätin im Januar, wie sie trotz des von ihr als Bundespräsidentin selbst erlassenen Besuchsverbotes in Altersheimen den Kontakt zu ihrer Mutter aufrecht erhielt: «Ich versuche, ihr auch jetzt nahe zu sein. Ich schreibe öfters, ich rufe mehr an. Und einmal habe ich ihr etwas auf dem Klavier am Telefon vorgespielt.»

Trauerst du oder trauert jemand, den du kennst?

Hier findest du Hilfe:

Dargebotene Hand, Sorgen-Hotline, Tel. 143

Seelsorge.net, Angebot der reformierten und katholischen Kirchen

Muslimische Seelsorge, Tel. 043 205 21 29

Lifewith.ch, für betroffene Geschwister

Verein Regenbogen Schweiz, Hilfe für trauernde Familien

Pro Juventute, Beratung für Kinder und Jugendliche, Tel. 147

Pro Senectute, Beratung älterer Menschen in schwierigen Lebenssituationen

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(trx)

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