Aktualisiert 05.07.2012 23:14

Mit dem HeliBundesrat auf Schulreisli im Engadin

Die Bundesräte gönnen sich zwei Tage Ferien: Gemeinsam besuchten sie den Heimatkanton von Bundespräsidentin Eveline Widmer-Schlumpf. Gestartet sind die Räte im Bergell - das Ziel war in Scoul.

Der Bundesrat ist am Donnerstag zu seiner traditionellen zweitägigen Reise vor den Sommerferien aufgebrochen. Auf Einladung von Bundespräsidentin Eveline Widmer-Schlumpf führte der Ausflug in deren Heimatkanton Graubünden. Ein Platzregen beendete jedoch jäh ein Treffen mit der Bevölkerung.

Die Mitglieder der Regierung kamen am Morgen mit dem Helikopter im Bündner Südtal Bergell an. Im italienischsprachigen Tal besuchten sie mehrere der kleinen Dörfer und einige Sehenswürdigkeiten - etwa das Atelier des berühmten Bergeller Malers Alberto Giacometti in Stampa und das Talmuseum.

Zum Mittagessen reiste die Landesregierung ins angrenzende Oberengadin, nach Silvaplana. Danach ging es mit der rhätischen Bahn nach Scuol, den Hauptort des romanischsprachigen Unterengadins. Mehrere hundert Personen bereiteten dem Bundesrat einen herzlichen Empfang auf dem Dorfplatz.

Sowohl die Landesregierung wie auch die Einheimischen zeigten sich ausgesprochen kontaktfreudig, sodass es zu vielen persönlichen Gesprächen kam. Beide Seiten hatten offensichtlich Freude am unkomplizierten Zusammentreffen, das erst nach einer knappen Stunde von einem Platzregen beendet wurde.

Geschätzte Begegnungen mit der Bevölkerung

Bereits im Bergell hatten mehrere Mitglieder der Regierung bei einem Gespräch mit den Medien betont, dass für sie die Begegnungen mit der Bevölkerung den wichtigste Aspekt der Reise darstellten.

«Die kurzen Möglichkeiten miteinander reden zu können, sind äusserst wertvoll», sagte etwa Bundesrat Johann Schneider-Ammann zur Nachrichtenagentur SDA. Er habe jede Gelegenheit genutzt, Informationen aus erster Hand zu sammeln. Als Volkswirtschaftsminister habe ihn vor allem die wirtschaftliche Situation interessiert.

Bundesrätin Doris Leuthard lobte die Routenwahl von Gastgeberin Widmer-Schlupf, die in abgelegene Talschaften am Rande der Schweiz führte. «Es ist wichtig für die Regierung, sich auch mit Randregionen zu befassen und nicht nur mit den dynamischen Wirtschaftszentren», sagte Leuthard.

Zum Abschluss des ersten Reisetages traf sich der Bundesrat mit der Bündner Kantonsregierung zum Abendessen im Schloss Tarasp, im gleichnamigen Nachbarort von Scuol.

Am Freitag reist die Landesregierung dann mit dem Zug weiter ins Prättigau, um auch eine deutschsprachige Region Graubündens zu besuchen. Gastgeberin Widmer-Schlumpf war es nach eigenen Aussagen ein grosses Anliegen, in alle drei Sprachregionen des Bergkantons zu reisen. Sie wolle dem Bundesrat zeigen, wie in Graubünden die Italianità, die Rumantschia und Deutschbünden zusammenspielten.

(sda)

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