Steuerstreit: Bundesrat gibt grünes Licht für FATCA-Abkommen
Aktualisiert

SteuerstreitBundesrat gibt grünes Licht für FATCA-Abkommen

Das Bankgeheimnis wird weiter aufgeweicht: Die Landesregierung hat dem ungeliebten FATCA-Steuergesetz mit den USA den Segen erteilt. Der Deal wird in den nächsten Tagen unterzeichnet.

«FATCA ist nicht etwas, das einen glücklich macht», sagte Bundesrätin Widmer-Schlumpf.

«FATCA ist nicht etwas, das einen glücklich macht», sagte Bundesrätin Widmer-Schlumpf.

Der Bundesrat hat grünes Licht gegeben für die Unterzeichnung des Abkommens mit den USA zur Umsetzung des Steuergesetzes FATCA. Dies sagte Finanzministerin Eveline Widmer-Schlumpf am Mittwoch vor den Medien in Bern.

In den nächsten Tagen soll das Abkommen in Bern unterzeichnet werden. Anschliessend führt der Bundesrat eine Vernehmlassung von vier Wochen durch. Das Abkommen soll so rasch wie möglich ins Parlament kommen, damit es 2014 in Kraft treten kann.

Pragmatische Lösung

«FATCA ist nicht etwas, das einen glücklich macht», sagte Widmer-Schlumpf. «Aber es ist eine pragmatische Lösung.» Mit dem FATCA-Abkommen weicht die Schweiz das Bankgeheimnis gegenüber den USA erheblich auf.

Das Steuergesetz «Foreign Account Tax Compliance Act» (FATCA) verlangt, dass ausländische Banken Konten von US-Kunden den US-Steuerbehörden grundsätzlich melden müssen. Ohne Umsetzung würde den Schweizer Finanzinstituten der Ausschluss vom wichtigen US-Kapitalmarkt drohen. (sda)

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