Renovate Switzerland: Klimaschützer blockieren erneut Autobahnen

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Renovate Switzerland«Bundesrat hat keinen Plan» – Klimaschützer blockieren erneut Autobahnen 

Am Dienstag haben vier Anhängerinnen und Anhänger der Klima-Kampagne «Renovate Switzerland» die Autobahn auf der Höhe von la Maladière in Lausanne blockiert. Es sind weitere Aktionen geplant. 

von
Justin Arber
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Sympathisantinnen und Sympathisanten von «Renovate Switzerland» haben am Dienstagmorgen die Autobahn auf der Höhe von la Maladière in Lausanne blockiert. 

Sympathisantinnen und Sympathisanten von «Renovate Switzerland» haben am Dienstagmorgen die Autobahn auf der Höhe von la Maladière in Lausanne blockiert. 

Renovate Switzerland
Mit ihrer Aktion will die Gruppe «Renovate Switzerland» den Bundesrat dazu bewegen, einen Aktionsplan zu erstellen, um bis 2040 eine Million schlecht isolierte Häuser energetisch sanieren zu lassen. (Archivbild)

Mit ihrer Aktion will die Gruppe «Renovate Switzerland» den Bundesrat dazu bewegen, einen Aktionsplan zu erstellen, um bis 2040 eine Million schlecht isolierte Häuser energetisch sanieren zu lassen. (Archivbild)

AFP
Damit sollen CO₂-Emissionen und die Energieabhängigkeit der Schweiz reduziert werden. (Archivbild) 

Damit sollen CO₂-Emissionen und die Energieabhängigkeit der Schweiz reduziert werden. (Archivbild) 

20min/Sébastien Anex

Darum gehts

Mit der Aktion fordern die Sympathisantinnen und Sympathisanten den Bundesrat dazu auf, angemessene Massnahmen gegen den Klimawandel zu ergreifen, welcher die Stabilität des Landes und das Wohlergehen der Schweizer Bevölkerung bedrohe, schreibt «Renovate Switzerland» in einer am Dienstag veröffentlichten Medienmitteilung. Angesichts der Untätigkeit des Bundesrates erscheine der zivile Widerstand als ein notwendiger und zutiefst demokratischer Schritt, um das Gemeinwohl zu sichern.  

«Die Welt befindet sich in einem Klimanotstand. Milliarden von Menschenleben sind bedroht, eine ganze Generation ist dem Untergang geweiht, und niemand, auch nicht in der Schweiz, wird verschont bleiben. Doch angesichts des schwarzen Lochs, das die Zukunft in der Klimahölle darstellt, hat der Bundesrat keinen Plan, der das Land mobilisieren könnte.», schreibt «Renovate Switzerland».

Was die Bewegung fordert

Konkret fordert die Klima-Kampagne eine Mobilisierung der Gesellschaft für die thermische Gebäudesanierung auszurufen und 100’000 Personen für diese Arbeit auszubilden. Dies sei ein erster Schritt, um die CO₂-Emissionen und die Heizungsrechnung drastisch zu senken. 

Chloé Magnan ist als Ingenieurin tätig, für den «zivilen Widerstand» habe sie extra ihre Arbeit aufgegeben, heisst es in der Medienmitteilung. «Es macht mich verrückt, dass der Bundesrat hauptsächlich auf kleine Gesten setzt oder sogar die Inbetriebnahme von Gaskraftwerken in Erwägung zieht. Die IPCC-Berichte sind klar: Was wir in den nächsten zwei bis drei Jahren tun, entscheidet über meine Zukunft und die einer ganzen Generation. Wir befinden uns in einer extremen Notlage und müssen jetzt dementsprechend handeln.» 

Guillermo Fernandez, ein Familienvater, war einer der beiden Sympathisanten, die sich bei der Aktion am Dienstagmorgen mit den Händen auf die Strasse geklebt haben. «Heute klebe ich mich an eine Autobahn, weil es die Pflicht eines Bürgers ist, von unserer Regierung gehört zu werden. Und weil es die Pflicht eines Elternteils ist, von seiner Regierung zu verlangen, dass sie alles tut, was sie kann, um die Zukunft unserer Kinder zu schützen», wird er in der Medienmitteilung zitiert. 

Weitere Blockaden geplant

Bereits im April haben Sympathisantinnen und Sympathisanten der Klima-Kampagne «Renovate Switzerland» vier Blockadeaktionen auf Schweizer Autobahnen durchgeführt. In den kommenden Wochen sollen weitere friedliche Blockaden auf den Hauptverkehrsachsen folgen. Geplant seien Aktionen in der ganzen Schweiz, bis der Bundesrat eine substanzielle Antwort auf ihre Anliegen liefern werde, heisst es in der Mitteilung. 

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