Medienkonferenz um 15.15 Uhr - Die EU akzeptiert das Schweizer Covid-Zertifikat

Medienkonferenz um 15.15 UhrDie EU akzeptiert das Schweizer Covid-Zertifikat

Am Freitagnachmittag hält der Bundesrat eine Sitzung ab. Im Anschluss um 15.15 Uhr findet eine Medienkonferenz dazu statt.

von
Newsdesk

Deine Meinung

Freitag, 11.06.2021

Zusammenfassung

Der Bundesrat hat für 28. Juni folgende Lockerungen beschlossen:

  • Die Maskenpflicht im Freien wird aufgehoben.

  • Auch auf der Arbeit soll die generelle Maskenpflicht aufgehoben werden.

  • In Restaurants wird die Gruppengrösse pro Tisch erhöht.

  • Clubs für Personen mit Covid-Zertifikat sollen wieder öffnen.

  • Läden, Freizeitbetriebe und Sporteinrichtungen sollen ihre Kapazitäten stärker ausnutzen können.

  • Die Regeln für Veranstaltungen sollen vereinfacht werden mit einem Zertifikat.

  • Für Einreisende aus dem Schengen-Raum soll die Quarantäne-Pflicht aufgehoben werden.

  • Das Einreiseverbot für Besucher aus Drittstaaten soll aufgehoben werden.

  • Reisemassnahmen sollen sich auf Einreisende aus Ländern mit besorgniserregenden Virusvarianten konzentrieren.

Impfdosen spenden

«Stellt die Schweiz auch Impfdosen für ärmere Länder zur Verfügung?» Die Schweiz arbeite mit Covax zusammen, der internationalen Impfstoff-Verteilkampagne. Ein Teil der bestellten Impfstoffe würde an andere Staaten weitergegeben werden, sagt Berset.

Homeoffice-Pflicht

Auf die Frage einer Journalistin, wie die Homeoffice-Pflicht gehandhabt werde, sagt Alain Berset: Grundsätzlich gebe es nur noch eine Empfehlung zum Homeoffice. «Es gibt keine Homeoffice-Pflicht mehr.» Unternehmen müssten aber regelmässig testen. Für grössere und mittlere Unternehmen sei dies kein Problem. Die kleinen Unternehmen könnten mit Apotheken zusammenarbeiten.

Mehr als 250 Personen in Clubs?

«Wäre es möglich mit getrennten Räumen, mehr als 250 Leute in Clubs zu empfangen?» Michael Gerber vom BAG sagt, dass wenn ein Betreiber völlig getrennte Räume anbieten würde, dies allenfalls möglich sein würde. Man stehe mit den Betreibern in Kontakt, um diese Regel präzisieren zu können.

Schweizer Covid-Zertifikat in der EU

«Akzeptiert die EU das Schweizer Covid-Zertifikat?» die Antwort darauf ist «Ja», wie der Bund bestätigt.

Chinesischer Impfstoff

«Wird auch der chinesische Impfstoff anerkannt?» «Anerkannt werden Impfstoffe, die von Swissmedic und der WHO anerkannt werden», sagt Berset. Mindest ein chinesischer Impftoff befindet sich auf der Liste.

Warum bis zum 28. Juni warten?

«Warum gibt es die Lockerungen erst ab 28. Juni?» Berset sagt, dass die Entwicklung der Pandemie betrachtet werden müsse. Die Auswirkungen seien erst nach einigen Tagen sichtbar. Ein weiterer Punkt sei, dass jede Vernehmlassung auch Zeit brauche, auch im Hinblick auf die Kantone, die sich daran anpassen müssten.

Rückkehr zur normalen Lage

«Ist es nicht langsam an der Zeit , um zur normalen Lage gemäss Epidemiengesetz zurückzukehren?», fragt ein Journalist. «Wir kommen langsam wieder zur Normalität, es ist schon der fünfte Öffnungsschritt.» Wichtig sei aber auch, aufzupassen, «dass wir nicht wieder die Kontrolle verlieren, so kurz vor dem Ziel», sagt Alain Berset.

Antigentest für Genesene

«Wie können Genesene mit Antigentest ein Zertifikat erhalten, das auch im Ausland gilt?» «So wie in der Schweiz. Man sei diesbezüglich in Verhandlungen mit den anderen Ländern», so Berset.

Maskenpflicht im Restaurant

Für Restaurants, die ein Covid-Zertifikat verlangen, fällt die Maskenpflicht, sagt Berset.

Gelbes Impfbüchlein

Wird das gelbe Impfbüchlein anerkannt? Will ein Journalist wissen. Michael Gerber vom BAG sagt, dass das gelbe Impfbüchlein so lange gültig sein wird, bis das Covid-Zertifikat kommt.

Dritte Phase Mitte August

«Mitte August könnten wir in eine dritte Phase eintreten», sagt Bundesrat Alain Berset. Dies passiere, wenn alle geimpft sind, die sich impfen lassen wollen. «Das ist der nächste Moment für eine grosse Öffnung.»

Einreise

Die Einreise in die Schweiz soll weiter erleichtert werden. Dies hat der Bundesrat an seiner Sitzung vom 11. Juni 2021 entschieden. Die grenzsanitarischen Massnahmen sollen sich neu auf Einreisende aus Ländern mit einer besorgniserregenden Virusvariante konzentrieren. Für Einreisende aus dem Schengen-Raum soll die Quarantänepflicht aufgehoben werden. Zudem soll das bestehende Einreiseverbot für Besucherinnen und Besucher aus Drittstaaten aufgehoben werden, wenn diese geimpft sind.

Restaurants

Draussen sollen die Beschränkung der Grösse der Gästegruppen und die Sitzpflicht aufgehoben werden. Wer sich im Innenraum eines Lokals bewegt, muss eine Maske tragen. Die Kontaktdaten aller Gäste müssen weiterhin erhoben werden.

Restaurants drinnen

In den Innenräumen der Restaurants dürfen nun sechs Personen an einem Tisch sitzen. Nur am Tisch dürfen die Masken abgenommen werden.

Grossveranstaltungen

Alain Berset erklärt für Anlässe ab 1000 Personen ist ein Covid-Zertifikat erforderlich. Nur wer sich in einem Innenraum bewegt, muss eine Maske tragen. Zudem soll die maximale Anzahl Personen vereinheitlicht werden: drinnen können maximal 3000, draussen 5000 Personen teilnehmen und zwar unabhängig davon, ob eine Sitzpflicht gilt. Es darf stets zwei Drittel der Kapazität genutzt werden.

Clubs wieder offen

Nur wer sich in einem Innenraum bewegt, muss eine Maske tragen. Zudem soll die maximale Anzahl Personen vereinheitlicht werden: drinnen können maximal 3000, draussen 5000 Personen teilnehmen und zwar unabhängig davon, ob eine Sitzpflicht gilt. Es darf stets zwei Drittel der Kapazität genutzt werden.

Maskenpflicht im Freien soll aufgehoben werden

Die Maskenpflicht in Aussenbereichen von öffentlich zugänglichen Einrichtungen, Freizeitbetrieben, Bahnhöfen und von Haltestellen soll aufgehoben werden, erklärt Bundesrat Alain Berset. Ebenso auf den Aussendecks von Schiffen und auf Sesselliften. An der Arbeit soll die generelle Maskenpflicht ebenfalls aufgehoben werden. Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber haben weiterhin die Pflicht, die Arbeitnehmenden zu schützen. Sie entscheiden, wo und wann das Tragen einer Maske nötig ist. Können Arbeitnehmende den erforderlichen Abstand gegenüber Kundinnen und Kunden oder Gästen nicht einhalten, gilt weiterhin eine Maskenpflicht, etwa in Restaurants oder im Detailhandel. Im Bereich der Bildung will der Bundesrat die schweizweite Maskenpflicht in der Sekundarstufe II aufheben. Für Regeln an den Gymnasien, Fachmittelschulen und Berufsschulen sollen wieder die Kantone zuständig sein.

Vorschriften

«Selbstdisziplin bleibt von zentraler Bedeutung, damit die Vorschriften weiterhin eingehalten werden», sagt Guy Parmelin. Es bleibe wichtig, dass die Restaurantbesitzer und Veranstalter weiterhin auf die Einhaltung der Sicherheitsmassnahmen achten. Er fordert alle auf, sich impfen zu lassen.

Kurzarbeit

«Der Anspruch auf Kurzarbeit-Entschädigung soll bestehen bleiben bei Lehrligen und Personen in befristeten Arbeitsverhältnissen und auf Abruf», sagt Bundesrat Guy Parmelin. Sie soll bis Ende September verlängert werden. Der Bundesrat will besonders von der Krise betroffene Unternehmen weiterhin unterstützen. Ab 1. Juli wird wieder eine Karenzfrist von einem Tag gelten.

151 Kommentare