«Wenig ausgewogen»: Bundesrat lehnt Tandem-Initiativen zum Schutz der Umwelt ab
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«Wenig ausgewogen»Bundesrat lehnt Tandem-Initiativen zum Schutz der Umwelt ab

Der Bundesrat lehnt die von der Stiftung Helvetia Nostra eingereichten Tandem-Initiativen zur Eindämmung des Zweitwohnungsbaus und «gegen den masslosen Bau von umwelt- und landschaftsbelastenden Anlagen» ab.

Er erachtet beide Volksbegehren als zu wenig ausgewogen und zum Teil auch als wirtschaftsfeindlich, wie das Eidgenössische Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) am Mittwoch mitteilte. Die Initiative « Schluss mit dem uferlosen Bau von Zweitwohnungen» verlangt faktisch einen Baustopp für neue Ferienwohnungen in der Schweiz und will den Anteil von Zweitwohnungen am Gesamtbestand der Wohneinheiten und an der für Wohnzwecke genutzten Bruttogeschossflächen auf höchstens 20 Prozent beschränken. Die zweite Initiative will den Bau und die Erweiterung von umwelt- und landschaftsbelastenden Anlagen nur noch zulassen, wenn ein dringendes Bedürfnis geltend gemacht werden kann und die Nachhaltigkeit sichergestellt ist. Eine solche Forderung nimmt aus Sicht des Bundesrats zu wenig Rücksicht auf die wirtschaftliche Entwicklung. Sie widerspreche aber auch sicherheitspolitischen, sozialen und kulturellen Interessen, heisst es in der Mitteilung des UVEK. (dapd)

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