Bundesrat Schmid auf Weihnachtsvisite bei Truppen in Genf
Aktualisiert

Bundesrat Schmid auf Weihnachtsvisite bei Truppen in Genf

Bundesrat Samuel Schmid hat den Truppen in Genf an Heiligabend einen Überraschungsbesuch abgestattet. Er besuchte Armeeangehörige, die Botschaften bewachen. Schmid äusserte sich zudem zu den Drohungen gegen seine Amtskollegin.

Der Vorsteher des Eidgenössischen Departements für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) brachte den Soldaten, die ihren Wiederholungskurs absolvierten, «Grittibänze» mit, wie VBS-Sprecher Dominique Bugnon sagte. In Genf stehen rund 260 Armeeangehörige für die Bewachung von Botschaften und diplomatischen Vertretungen im Einsatz. Schmid wohnte zudem einer Abschlussbesprechung der Nachtschicht in Meyrin bei. Auf dem Programm standen auch Besuche der Bewachungsposten vor der amerikanischen und der israelischen Vertretung.

In einem Beitrag der «Tagesschau» von Schweizer Fernsehen SF äussert sich Schmid zudem zu den Drohungen gegen die neu gewählte Amtskollegin Eveline Widmer-Schlumpf. So hätten Drohungen leider in letzter Zeit zugenommen. Alle Mitglieder des Bundesrates seien je nach Dossier und je nach politischer Spannung gelegentlich unter einem intensiveren Schutz der Polizei. Dies sei bedauerlich und entspreche nicht der politischen Kultur, wo es bisher möglich gewesen sei, auch verschiedene politische Meinungen auszutragen. «Ich bedauere das», erklärte Schmid. Aber leider seien dies auch Zeichen der Gesellschaft, die ernst zu nehmen seien und die dazu verpflichteten, nicht noch zusätzlich Öl ins Feuer zu giessen. Es gelte, die politische Kultur mit ihren Werten weiterhin zu pflegen. (dapd)

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