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Bundesrat Schmid besucht erste Spitzensportler-RS

Zwölf Spitzensportler aus vier Wintersportarten haben in Magglingen Teil 2 der ersten Spitzensport-Rekrutenschule in der Armee XXI in Angriff genommen.

Darunter Doppelolympiasieger Simon Ammann und der dreifache Juniorenweltmeister Daniel Albrecht. Bundesrat Samuel Schmid, Vorsteher des VBS, erhielt von seinen zukünftigen Soldaten und Spitzenathleten im Rahmen des Besuches in Magglingen ein gutes Bild.

Die zwölf Athleten der Sparten Ski alpin (5), Snowboard (3), Skispringen (2) und Freestyle (2) gingen im sportartspezifischen Training motiviert ans Werk. "Ich bin froh, dass die Verbände mithelfen, dieser Schule zum Erfolg zu verhelfen. Wir schaffen für sie mit unseren Leuten die Rahmenbedingungen", sagte Bundesrat Samuel Schmid nach seinem Augenschein. "Im Vergleich zu früher mit den Sportlerzügen haben wir jetzt nicht halbe Soldaten und halbe Sportler, sondern Leute mit einer guten soldatischen Grundausbildung und optimalen Möglichkeiten für ein Spitzensporttraining."

In der neuen Spitzensport-RS mit der fünfwöchigen militärischen Grundausbildung in Andermatt und 13 Wochen in Magglingen, wo sie zu Militärsportleitern herangebildet werden und pro Woche rund 25 Stunden sportartspezifisch trainieren können, wird den Athleten im Rahmen der Milizarmee das Optimum geboten.

Gefordert sind nun auch die Verbände, sie müssen mit ihren jungen Athleten langfristiger planen, um vom neuen Angebot profitieren zu können. Sie können aber ihre Trainer nach Magglingen schicken, um die Rekruten zu betreuen. So war unter anderem Skisprung- Nationaltrainer Berni Schödler in Magglingen. "Es ist ein phantastisches Angebot für uns", sagte der Trainer des Jahres 2002. Neben den Rekruten Ammann und Marc Vogel kann Marco Steinauer an den Trainings teilnehmen und so einen Teil des WK absolvieren. Dies ist im Rahmen der Vorbereitung auf WM oder Olympische Spiele künftig möglich.

"Für mich persönlich ist es am wertvollsten, dass ich erstmals auch im Frühling so gut trainieren kann", zog der Doppel-Olympiasieger Simon Ammann eine erste positive Bilanz, obschon die ersten fünf Wochen für ihn schon ungewohnt und hart gewesen seien. Der dreifache Alpin-Junioren-Weltmeister Daniel Albrecht hatte den militärischen Teil noch im Vorjahr nach der alten Form in acht Wochen absolviert. "Für uns Alpine beginnt die Schule eigentlich drei Wochen zu früh, aber sonst ist es sicher eine gute Sache."

(si)

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