Aktualisiert 11.01.2018 12:20

Tierschutz

Bundesrat verbietet Bibeli-Streicheln im Museum

Wegen eines neuen Gesetzes, das am 1. März in Kraft tritt, dürfen an Ostern im Natur-Museum Luzern keine Bibeli mehr gestreichelt werden. Dennoch sind die Tierchen dort zu sehen.

von
dag
Ein Kind das ein frischgeschlüpftes Küken in den Händen hält, gehört auch im Naturmuseum Luzern der Vergangenheit an.

Ein Kind das ein frischgeschlüpftes Küken in den Händen hält, gehört auch im Naturmuseum Luzern der Vergangenheit an.

Keystone/Sigi Tischler

Der Bundesrat hat am Mittwoch die revidierte Tierschutzverordnung verabschiedet. Diese verbietet es ab dem 1. März, dass Bibeli, Kaninchen und Kleinnager in Streichelzoos gehalten werden. Betroffen von der neuen Regelung ist auch das Natur-Museum Luzern, das jeweils an Ostern bis zu 90 Küken ausstellte, damit Besucher die Jungtiere beobachten und streicheln konnten.

Von den jährlich rund 50'000 Besuchern des Natur-Museums strömten jeweils etwa 10'000 Personen an die zehntägige Küken-Ausstellung. Trotzdem scheint Museumsdirektorin Britta Allgöwer nicht allzu traurig über die neue Tierschutzverordnung zu sein, wie sie zur «Luzerner Zeitung» sagte: «Wir haben eine Verantwortung gegenüber den Tieren. Aus Sicht des Tierwohls kann ich die neuen Vorgaben voll und ganz verstehen.» Für die Bibeli sei es jeweils stressig gewesen, wenn die Besucher nach ihnen gegriffen hätten.

Trotzdem müssen Bibeli-Fans nicht ganz auf den Anblick der flauschigen Tiere an Ostern verzichten: Das Natur-Museum hat sein Konzept erneuert und wird die Küken nun der neuen Tierschutzverordnung entsprechend präsentieren. Die Ausstellung, die vom 29. März bis am 8. April stattfindet setzt ganz darauf, die Tiere zu beobachten und die Bedürfnisse der Bibeli und Hühner kennen zu lernen. Ausserdem stellt das Naturmuseum neu Gehege und Brutkästen auf.

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