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Bundesrat will das totale Rauchverbot

Jetzt hat sich der Bundesrat erstmals klar gegen das Rauchen in allen öffentlichen Gebäuden, Restaurants, Bars und Clubs ausgesprochen: Um Nichtraucher vor dem Passivrauchen zu schützen, soll das Qualmen nur noch im Freien und in den eigenen vier Wänden erlaubt sein.

Die Luft für Raucher wird immer dünner: Der Bundesrat befürwortet ein nahezu totales Rauchverbot in allen öffentlichen Räumen. Bereits ab 2009 könnte ausgequalmt sein. Per spezielles Bundesgesetz soll das Rauchen an Arbeitsplätzen und in sämtlichen öffentlichen Räumen sowie in gastgewerblichen Betrieben – also auch in Bars und Clubs – verboten werden. Bei Widerhandlung droht Busse. Nur in abgetrennten, ausreichend belüfteten und nicht bedienten Fumoirs und Einzelbüros soll noch gequalmt werden dürfen. So sieht es der Vorschlag der nationalrätlichen Gesundheitskommission vor, welcher der Bundesrat gestern dem Parlament zur Annahme empfahl.

Voraussichtlich im Herbst kommt die Vorlage in den Nationalrat. Dann kann es sehr schnell gehen: Wenn das Parlament sich nicht vertändelt und zügig Ja sagt, und danach kein Referendum ergriffen wird, könnte bereits ab Januar 2009 in der ganzen Schweiz ausgequalmt sein.

GastroSuisse begrüsst grundsätzlich die Haltung des Bundesrates, plädiert allerdings für bediente Fumoirs und die Zulassung einzelner bewilligter Raucherbetriebe. Die IG Freiheit hingegen kritisiert den Bundesrat scharf: «Damit würde die Wahlfreiheit der Konsumenten beeinträchtigt und die Raucher diskriminiert», so dessen Präsident und SVP-Nationalrat Peter Spuhler.

Nico Menzato

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