Aktualisiert 19.08.2009 11:15

SchweizerschulenBundesrat will Förderkonzept ändern

Der Bundesrat legt für Schweizerschulen im Ausland drei Alternativen zum bestehenden Fördermodell vor. Er erfüllt damit eine Motion der Finanzkommission des Ständerates.

Die ständerätliche Kommission hatte mit ihrer Motion vom 5. Mai 2009 den Bundesrat beauftragt, dem Parlament gleichzeitig mit dem Voranschlag 2010 und dem Finanzplan 2011-13 einen Bericht über die Schweizerschulen im Ausland zu unterbreiten.

Der nun von der Landesregierung verabschiedete Bericht beinhaltet drei Alternativen zum heutigen Fördermodell. Die erste schlägt die Einstellung jeglicher Bundeshilfe vor. Die zweite sieht eine Reduktion des Bundesengagements um die Hälfte vor: nur noch 10 Mio. Franken statt bisher 20 Mio. Franken.

Die dritte Variante hat eine Aktualisierung und Optimierung des heutigen Förderkonzeptes zum Inhalt und sieht dafür weiterhin 20 Mio. Franken vor. Die schweizerische Bildungspräsenz im Ausland soll mit den zur Verfügung stehenden Mitteln verstärkt und verbessert werden.

16 Schulen weltweit

Der Bund fördert weltweit 16 Schweizerschulen im Ausland: in Akkra, Bangkok, Barcelona, Bogotá, Catania, Lima, Madrid, Mailand, Mexiko mit Schulen in Cuernavaca und Querétaro, Bergamo, Rom, Santiago, Sao Paulo (mit Filialschule in Curitiba) und Singapur.

Die Schweizerschulen im Ausland sind konfessionell neutrale und gemeinnützige Privatschulen, die von Schweizer Kindern, von Kindern des Gastlandes und von Kindern von Drittstaaten besucht werden. Ihr Unterricht ist bikulturell und zweisprachig; er erlaubt den Anschluss an das Bildungswesen der Schweiz und des Gastlandes.

(sda)

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