Energieverordnung: Bundesrat will Stromverbrauch senken
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EnergieverordnungBundesrat will Stromverbrauch senken

Der Bundesrat will mit einer Revision der Energieverordnung den Stromverbrauch von Haushaltgeräten, Elektromotoren und elektronischen Geräten senken. Insgesamt sollen so gegen eine Milliarde Kilowattstunden Strom pro Jahr eingespart werden.

Das teilte das Energiedepartement am Mittwoch mit. Der Bundesrat will dem stetig steigenden Elektrizitätsverbrauch in der Schweiz, der im vergangenen Jahr mit 58,7 Milliarden Kilowattstunden einen neuen Rekordwert erreicht hat, entgegenwirken. Er hat am Mittwoch die Revision der Energieverordnung verabschiedet. Demnach dürfen Haushaltgeräte, Elektromotoren und elektronische Geräte ab kommendem Jahr nur noch verkauft werden, wenn sie die festgelegten Effizienzanforderungen erfüllen. Diese entsprechen weitgehend den von der EU kürzlich beschlossenen Vorschriften.

Damit werden die herkömmlichen Glühbirnen auch in der Schweiz ab Ende 2012 vollständig vom Markt verschwunden sein. Kühl- und Gefriergeräte sowie Waschmaschinen müssen ab 2010 der Energieeffizienzklasse A entsprechen, Backöfen der Klasse B und kombinierte Wasch-Trockengeräte der Klasse C, damit sie verkauft werden dürfen. Bei den elektronischen Geräten verzichtet der Bundesrat auf die im Vernehmlassungsentwurf vorgesehenen Vorschriften zum Stand-by-Verbrauch und übernimmt stattdessen die allgemeine Vorschrift der EU zur Leistungsaufnahme im Bereitschafts- und Aus-Modus, die ab 2011 auch für Haushaltgeräte gilt.

Mit den neuen Verbrauchsvorschriften für Haushaltgeräte werden laut dem Eidgenössischen Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) jährlich rund 300 Millionen Kilowattstunden Strom eingespart, mit den neuen Vorschriften für Glühlampen ab 2013 jährlich 400 Kilowattstunden, durch die strengeren Vorschriften für Elektromotoren pro Jahr 200 Millionen Kilowattstunden und durch die Vorschriften für elektronische Geräte 60 Millionen Kilowattstunden.

Insgesamt ergibt sich dadurch eine Stromeinsparung von 960 Millionen Kilowattstunden pro Jahr. Das entspricht in etwa dem jährlichen Stromverbrauch der Stadt Bern oder einer Stromrechnung von 150 Millionen Franken. (dapd)

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