Aktualisiert

Alkohol am SteuerBundesrat will Trinkverbot für Feuerwehr aufheben

BDP-Nationalrat Bernhard Guhl fordert, dass für
Feuerwehrleute am Steuer nicht länger ein Alkoholverbot gelten solle. Jetzt unterstützt der Bundesrat seinen Vorstoss.

von
R. Kayser
Der Bundesrat unterstützt die Motion Guhl zur Aufhebung der Alkohol-Nulltoleranz für Feuerwehr-Fahrer.

Der Bundesrat unterstützt die Motion Guhl zur Aufhebung der Alkohol-Nulltoleranz für Feuerwehr-Fahrer.

Fahrer von Löschfahrzeugen sollen künftig abends wieder ein Glas Wein trinken dürfen. Der Bundesrat empfiehlt eine entsprechende Motion von BDP-Nationalrat Guhl zur Annahme. Der Aargauer forderte im Oktober, dass für freiwillige und Miliz-Feuerwehren bei Rettungseinsätzen wieder die gleiche Promillegrenze wie für alle anderen Automobilisten gelten solle.

Seit der Einführung des Strassengesetzes Via Sicura Anfang des Jahres gilt für Feuerwehrleute am Steuer ein generelles Alkoholverbot. Weil Rettungseinsätze von Miliz-Feuerwehren kaum planbar sind, dürften die Fahrer von Löschfahrzeugen theoretisch nie etwas trinken.

«Hohe Kosten und Organisationsaufwand»

«Wer am Abend ein, zwei Bier trinkt, könnte bei ­einem Rettungseinsatz morgens um 2 Uhr noch Restalkohol aufweisen und dafür strafbar sein», schreibt Guhl in seinem Vorstoss. Um das zu verhindern, müssten ein Pikettdienst eingerichtet werden, was erheblichen organisatorischen Aufwand und hohe Kosten verursachen würde.

Diese Meinung teilt nun offenbar auch der Bundesrat. Motionär Guhl zeigt sich erfreut über die Unterstützung der Landesregierung: «Ich bin froh, dass der Bundesrat die Schwächung der Milizfeuerwehren wieder aufheben will.»

«Schritt in die richtige Richtung»

Das findet auch Walter Pfammatter, stellvertretender Direktor des Schweizerischen Feuerwehrverbands (SFV): «Mit dem Bundesratsantrag wird ein Schritt in die richtige Richtung gemacht.» Er sei zuversichtlich, dass das Parlament die Vorlage annehmen werde.

Auch Guhl hofft nun, dass das Parlament der Empfehlung des Bundesrats folgen wird: «Ich wäre sehr frustriert, wenn die Motion in den Räten nicht durchkäme.»

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