Bundesratsjet bleibt am Boden - Pilotenmangel
Aktualisiert

Bundesratsjet bleibt am Boden - Pilotenmangel

Der zivile Lufttransportdienst des Bundes (STAC) hat die Flüge mit dem Bundesratsjet ab sofort bis Ende Jahr aus Mangel an Piloten eingestellt.

Bis zu seiner planmässigen Integration in die Luftwaffe Anfang 2005 führt er nur noch Helikopterflüge durch.

Bisher war für die VIP-Flüge der Eidgenossenschaft im Auftrag der Departemente der STAC des Bundesamtes für Zivilluftfahrt (BAZL) zuständig. Ab nächstem Jahr übernehmen der Lufttransportdienst der Luftwaffe und private Anbieter diese Aufgabe.

Wie das BAZL am Freitag mitteilte, hat von den fünf Piloten des STAC einer zur Luftwaffe gewechselt. Die andern vier sollen im Zuge der BAZL-Reorganisation neue Funktionen als Inspektoren übernehmen. Zwei dieser Piloten fehlen nun wegen Krankheit, womit die Jet- Bereitschaft rund um die Uhr nicht mehr gewährleistet ist.

In Absprache mit der Luftwaffe beschloss das BAZL deshalb, den Betrieb des Bundesratsjets ab Freitag bis Ende Jahr einzustellen. Während dieser Zeit wird das Bundesratsflugzeug für die Umschulung der Luftwaffenpiloten verwendet. Nicht betroffen sind die Einsatzzentrale und die Helikopterflüge des STAC.

Die VIP-Transporte per Flugzeug übernimmt in erster Linie die Luftwaffe. Kann sie einen Flug nicht durchführen, springen private Unternehmen ein. Bei Bedarf führten sie bereits bisher Flüge im Auftrag des Bundes durch.

(sda)

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