Aktualisiert 04.01.2016 03:41

MexikoBundesstaat reagiert auf Ermordung von Politikerin

Der mexikanische Bundesstaat Morelos hat in zahlreichen Städten das Polizeikommando übernommen. Zuvor wurde eine Bürgermeisterin an ihrem ersten Amtstag erschossen.

von
chi
Spuren der Gewalt: Foresiker untersuchen ein Auto vor dem Haus der kurz zuvor ermordeten Gisela Mota. (2. Januar 2016)

Spuren der Gewalt: Foresiker untersuchen ein Auto vor dem Haus der kurz zuvor ermordeten Gisela Mota. (2. Januar 2016)

Keystone/Tony Rivera

Nach der Ermordung einer gerade ins Amt gewählten Bürgermeisterin in Mexiko hat der Bundesstaat Morelos in mehreren Städten die Polizei-Kontrolle an sich genommen. Gouverneur Graco Ramírez ordnete den entsprechenden Schritt am Sonntag für insgesamt 15 Städte an. Ab sofort hat unter anderem in der Hauptstadt Cuernavaca und in Temixco, wo die Bürgermeisterin ermordet worden war, der Bundesstaat die Kontrolle über die lokale Polizei.

Im zentralmexikanischen Temixco war am Samstag Bürgermeisterin Gisela Mota ermordet worden. Sie war zum Zeitpunkt der Tat nicht einmal 24 Stunden im Amt. Mehrere Bewaffnete seien in das Haus der 33-jährige Kommunalpolitikerin eingedrungen und hätten sie erschossen, teilte die Polizei mit. Zwei der mutmasslichen Angreifer seien getötet und drei weitere festgenommen worden.


Das rund 90 Kilometer von Mexiko-Stadt entfernte Temixco leidet besonders stark unter der Macht des organisierten Verbrechens und unter dem Drogenhandel. Die Mitte-links-Politikerin Mota hatte angekündigt, als Bürgermeisterin dagegen anzukämpfen. Im mexikanischen Drogenkrieg wurden bereits mehr als 100.000 Menschen getötet. (chi/afp)

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