Aktualisiert 27.03.2013 17:17

Nach Skandal

Bunga-Bunga-Werber geschasst

Der Autohersteller Ford hat kürzlich in Indien mit einer sexistischen Werbekampagne kräftig danebengezielt. Jetzt wurden die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen.

von
kle

«Diese Sujets hätten niemals kreiert werden sollen und schon gar nicht im Internet veröffentlicht werden dürfen», sagte ein Sprecher der Werbeangentur JWT am Montag. Kurz zuvor war eine Anzeigenkampagne ins Netz gestellt worden, die im indischen Büro der internationalen Werbeagentur entstanden war. Darauf zu sehen ist ein grinsender Silvio Berlusconi auf dem Vordersitz eines Ford Figo, im Kofferraum liegen drei gefesselte und geknebelte junge Damen.

Nun hat die Agentur Konsequenzen für das Fiasko vor Ort gezogen. Wie der Nachrichtendienst BBC berichtet, sei der Geschäftsführer von JWT, Bobby Pawar, entlassen worden. Auch sein Creative Director, Vijay Simha Vellanki, muss den Hut nehmen.

Zu wenig Aufsicht in Indien

Die Geschassten hatten zunächst beteuert, dass die Kampagne nicht für die breite Öffentlichkeit bestimmt gewesen sei. Dennoch waren das Berlusconi-Sujet sowie zwei weitere mit Partygirl Paris Hilton und Formel-1-Legende Michael Schumacher am Wochenende auf der Webseite von «Ads of the World» erschienen.

Eine Gruppen-Vergewaltigung mit Folgen

Die geschmacklose Kampagne hat in Indien eine Welle der Entrüstung ausgelöst – besonders nach den wiederholten Vorfällen von Gewalt an Frauen. Das Mutterhaus von JWT hat für die Panne nur eine Erklärung: «Hier waren Personen mit ungenügender Aufsicht am Werk.»

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