Aktualisiert 14.06.2004 23:03

Bunker-Euphorie nach dem Fest in der Festung

Jetzt will Hans-Rudolf Badertscher dranbleiben: Nach dem Run auf seinen Bundesratsbunker plant er, die Festung zu nutzen – zum Beispiele für ein Theater. Die Gemeinde reagiert skeptisch.

er vor kurzem 6000 Personen ein und aus gingen: Eine gespenstische Leere liegt über dem Eingang zum ehemaligen Bundesratsbunker in Geristein. Im Innern ist Hansueli Siegenthaler am Aufräumen. «Der Bunker wird gereinigt und dann verschlossen», bedauert der Mitorganisator der Designerausstellung «Stilbruch?». «Für uns wäre es wünschenswert, hier weitere Anlässe zu organisieren.»

Die Bunker-Euphorie der vergangenen Tage gibt diesen Plänen Auftrieb. «Jetzt will ich dranbleiben und aus den geschichtsträchtigen Kavernen etwas machen», verspricht Bunker-Eigentümer Hans-Rudolf Badertscher. Er spricht von Theater und Konzerten. Früher war die Rede von einer Disco, einer Volleyball-Anlage oder einer Champignonzucht. Der Run auf die Ausstellung habe gezeigt, dass sich die Bevölkerung für den Bunker interessiere.

Skeptisch reagiert die Gemeinde. «Der Bunker steht in einer Natur- und Gewässerschutzzone», sagt Gemeindeschreiber Olivier Jaggi. Zudem sei die Kaverne zum Teil einsturzgefährdet. Und auf der Zufahrtsstrasse gilt ein Fahrverbot.

Daniel Barben

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