Uhrentrends 2021: Bunte Uhren heben deine Laune
Pexels/Andrea Piacquadio
Aktualisiert

Uhrentrends 2021Bunte Uhren heben deine Laune

Moosgrün, kirschrot, sonnenblumengelb: Diese Zifferblätter heizen dem winterlichen Grau ordentlich ein.

von
Mathilde Binetruy

Aktuell ist die Karte Europas dank Covid-19 in Verbreitungs- und Gefahrenzonen eingeteilt: hier grau, da grün, dort orange oder gar rot... Da ist man glatt froh um die unpolitische, pandemieferne Farbattacke, welche die Uhrenindustrie derzeit auf uns startet!

Neben dem gerade sehr ansagten Smaragdgrün und dem ewigen Wert Marineblau – der sogar auf bestem Weg ist, das neue Schwarz zu werden – entdeckt man derzeit auch manch unkonventionell eingefärbtes Zifferblatt: puderrosa, kirschrot, anisgrün, sonnenblumengelb... Kräftige, fröhliche Töne, die nach diesem doch etwas trüben Jahr ausgesprochen gut tun.

Die Welt wird immer bunter

Rolex hat Anfang September eine poppige neue Kollektion seiner Oyster Perpetual vorgestellt – eine augenzwinkernde Anspielung auf die Day-Date Stella, deren Emaille-Zifferblätter in den 70ern für Furore sorgten. Marshmallowblau, Babyrosa, Mandarinen-orange: Die altehrwürdige Marke hat hier offensichtlich freudvoll in den Malkasten gegriffen. Breitling ist ebenfalls auf den Farbzug aufgesprungen und legt das Damenmodell seiner Chronomat neu in schicken Pastelltönen vor. Und auch IWC, Montblanc, Vacheron Constantin, Zenith und viele weitere Hersteller haben erkannt: Farbe verführt, macht gute Laune, schenkt eine gewisse Leichtigkeit, gerade jetzt.

Klar ist es reizvoll, wenn man seine Uhr farblich auf sein Tenue abstimmen (oder es konstrastieren) kann. Aber die Farbexplosion in der Uhrenindustrie zeugt vor allem auch vom Wunsch, eine Alternative zur klassischen Ästhetik der Branche zu finden. Und dann spielt noch etwas Weiteres mit: «Die Welt um uns herum wird immer bunter», sagt Christian Selmoni, Style & Heritage Director bei Vacheron Constantin. «Social Media wie Instagram überfluten uns mit farbintensiven Bildern; automatisch verbindet man kräftige Farben mit erinnerungswürdigen Momenten und freudigen Ereignissen.» So liegt es auf der Hand, dass die Buntheit von den Bildschirmen zunehmend auch ins richtige Leben hinüberschwappt.

Bei der NASA abgeschaut

Doch wie entstehen eigentlich petrolblaue, orangefarbene, knallrote Zifferblätter? Daran wird in den Labors der Manufakturen unermüdlich getüftelt. Es gibt diverse Möglichkeiten, ein Zifferblatt einzufärben.

Etwa die Galvanoplastik, die bei Silbertönen und Metallic-Effekten (z. B. Sonnenschliffoptik) Trumpf ist. Oder die sogenannte Physical Vapour Deposition, kurz PVD-Technik, die man von der NASA abgeschaut hat: Sie kommt zum Zug, wenn richtig intensive Farbtöne gefragt sind. Finale Oberflächenbehandlungen sorgen für wahlweise mattes oder glänzendes Finish.

Welche Farben grade dominieren, ist epochenabhängig. In den 1970ern fuhr man auf Orange ab; um 2000 herum waren alle verrückt nach knalligem Rot. Dafür waren die beiden darauffolgenden Jahrzehnte eher gemässigt und setzten auf ein ruhiges Blau. Was kommt 2021 auf uns zu? Fragt man die Farbhersteller, tippen auffallend viele auf Türkisnuancen. Wobei man sich angesichts der aktuellen Situation ja eher eine «vie en rose» wünschte...

Hier unsere Empfehlungen für die schönsten bunten Zifferblätter:

31 mm, Edelstahl Oystersteel, in Handarbeit hergestelltes sonnenblumengelbes Zifferblatt mit Indizes aus Gelbgold (18 ct), Automatikuhrwerk, wasserdicht bis 100 m:  Oyster Perpetual 31 von Rolex, Preis auf Anfrage

31 mm, Edelstahl Oystersteel, in Handarbeit hergestelltes sonnenblumengelbes Zifferblatt mit Indizes aus Gelbgold (18 ct), Automatikuhrwerk, wasserdicht bis 100 m: Oyster Perpetual 31 von Rolex, Preis auf Anfrage

Courtesy of Rolex
41.5 mm, Gehäuse, Indizes, Zeiger aus Roségold (18 ct), stahlblau lackiertes Zifferblatt mit Sonnensatinierung, Bauhöhe nur 8.10 mm, extraflacher Ewiger Kalender, Automatikuhrwerk, wasserdicht bis 50 m:  Overseas Ewiger Kalender Extraflach von Vacheron Constantin, Preis auf Anfrage.

41.5 mm, Gehäuse, Indizes, Zeiger aus Roségold (18 ct), stahlblau lackiertes Zifferblatt mit Sonnensatinierung, Bauhöhe nur 8.10 mm, extraflacher Ewiger Kalender, Automatikuhrwerk, wasserdicht bis 50 m: Overseas Ewiger Kalender Extraflach von Vacheron Constantin, Preis auf Anfrage.

Courtesy of Vacheron Constantin
41 mm, Weissgold (18 ct), mit Goldfäden («Paillons») verziertes «Grand Feu»-Zifferblatt aus nachtblauer Emaille, handgefertigt durch die Schweizer Kunsthandwerkerin Anita Porchet, Handaufzug, wasserdicht bis 30 m, limitiert auf fünf Exemplare: Code 11.59 Grande Sonnerie Carillon Supersonnerie von Audemars Piguet, Preis auf Anfrage.

41 mm, Weissgold (18 ct), mit Goldfäden («Paillons») verziertes «Grand Feu»-Zifferblatt aus nachtblauer Emaille, handgefertigt durch die Schweizer Kunsthandwerkerin Anita Porchet, Handaufzug, wasserdicht bis 30 m, limitiert auf fünf Exemplare: Code 11.59 Grande Sonnerie Carillon Supersonnerie von Audemars Piguet, Preis auf Anfrage.

Courtesy of Audemars Piquet

Dieser Beitrag ist erstmals erschienen im Magazin «encore!».

Deine Meinung

9 Kommentare
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Panerai

20.01.2021, 14:54

Am besten mehrer unterschiedliche Uhren oder zumindest eine Panerai mit verschiedenen Bänder

tick tack

20.01.2021, 13:43

dem Glücklichen schlägt keine Stunde und wozu teure Uhren fürs Handgelenk kaufen? Statussymbol? Überall hängen, stehen auswärts Uhren, das Handy ist auch immer dabei. Ausserdem hats die Uhrzeit im PC/Laptop/ TV. Selbst im Radio wird sie dauernd angesagt und im Auto hats auch eine... Bei uns daheim gibt es auch keine einzige Uhr an der Wand.

Zeitlose Eleganz

20.01.2021, 11:39

Mir gefällt meine elegante Automatic aus den 60ern nach wie vor sehr. Ihr tolles Zifferblatt verleidet mir nie.