Mailänder Modewoche: Buntes Treiben an der Fashion Week
Aktualisiert

Mailänder ModewocheBuntes Treiben an der Fashion Week

Grün! Blau! Lila! Durchsichtig!: Grosse Designer wie Dolce & Gabbana, Prada und Versace stellen in Mailand derzeit ihre neuesten Kollektionen vor. Mir dabei: Kylie Minogue, Megan Fox und Willow Smith.

Mailands Designer haben offenbar Lust auf Farben und kleiden die Frau in satten, leuchtenden Tönen ein. Bei Prada deuteten schon die Stühle auf das Kommende hin: Die Besucher der Show nahmen am Donnerstagabend auf orangefarbenen Plastikschalen Platz.

Ebenso orange war auch das Kleid, dass Miuccia Prada als erstes Modell über den Laufsteg schickte. Ihm folgten grüne und blaue Kostüme mit kastiger Jacke und knielangem Rock. Doch das war nur die Ouvertüre. Im Verlauf der Prada-Show vereinten sich die Farben zu waagerecht laufenden Streifendessins und barocken Symbolen.

Auch Früchte wie Ananas und Bananen tauchen im Musterbild auf. Die Kollektion ist bis in die Accessoires perfekt ausjustiert. Bleibt die Kleidung schlicht schwarz, gibt es wenigstens eine kräftig eingefärbte Pelzstola als leuchtenden Akzent.

Unbunt geht auch

Auch Gucci fasste tief in den Farbtöpfen und setzte für die Kollektion mit marokkanischen Einflüssen unter anderem Jadegrün, Türkis oder Iris-Blau ein. Bei Fendi sind die Modelle lachsrot, dunkelorange, lila oder grün gehalten.

Für D&G hingegen, die für eine junge Klientel gedachte Linie des Mailänder Designerduos Dolce & Gabbana, liegt die Inspiration für Farben und Muster (Blumen, rot-weisse Karos) im Garten. Doch es geht auch unbunt. Zum Beispiel mit reinem Weiss. Bei Ermanno Scervino sogar bis in die Haarspitzen der Models.

Bei Ermanno Scervino sogar bis in die Haarspitzen der entsprechend frisierten Models. Ermanno Daelli, der Designer der Marke, verfolgt in seiner Kollektion die Idee, ein weisses Männerhemd in feminine Minikleider zu übersetzen. Moschino steht der Sinn nach Folklore und Romantik. Die Farben hier: Viel Schwarz und Weiss.

Weniger elitär

Doch Mailand feiert in diesen Tagen nicht nur eine Fest der Farben, sondern auch sich selbst als Modemetropole. Keine einzige Veranstaltung findet mehr auf dem nüchternen, abseits gelegenen Messegelände statt. Das Herz der Schauen schlägt nun mitten im Zentrum, in unmittelbarer Dom-Nähe.

Mit verschiedenen Aktionen werden die Menschen der Stadt zudem einbezogen in das, was bislang als elitäres Ereignis galt. Die Mode öffnet sich also denen, die sie letztendlich, ob bunt oder weiss, im nächsten Frühjahr/Sommer auch tragen sollen.

sda

(sda)

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