Hochwasserschutz an der Emme: Burgdorf ersetzt zu tief liegende Brücke
Aktualisiert

Hochwasserschutz an der EmmeBurgdorf ersetzt zu tief liegende Brücke

Die Stadt Burgdorf hat beschlossen, den so genannten Typonsteg über die Emme abzubrechen und durch eine neue, höhere Fussgängerbrücke zu ersetzen. Sie will damit verhindern, dass zwei emmenahe Quartiere bei Hochwasser überflutet werden.

Die schweren Hochwasser der Jahre 2005 und 2007 hätten gezeigt, dass beim Gyrischachen- und dem Einungerquartier die Abflusskapazität der Emme erhöht werden müsse. Insbesondere der Typonsteg stelle eine Gefahr dar, heisst es in einer Mitteilung der Stadtverwaltung. Dort könne sich leicht Schwemmholz verfangen.

Zu den geplanten Hochwasserschutzmassnahmen ober- und unterhalb des Typonstegs gehört auch die Absenkung der Emmesohle um 60 Zentimeter. Zudem wird beim Gyrischachenquartier das Ufer attraktiver gestaltet. Das Massnahmenpaket ist das Resultat eines Planungswettbewerbs, der nun abgeschlossen ist.

Insgesamt rund drei Millionen Franken kosten die Massnahmen gemäss heutigen Schätzungen, wie Projektleiterin Yvonne Urwyler am Dienstag auf Anfrage sagte. Bund und Kanton subventionieren die Hochwasserschutzmassnahmen. Für die Absenkung der Emmesohle übernimmt der Schwellenverband Emme II die Verantwortung.

Die Pläne des Siegerprojekts und der übrigen fünf Wettbewerbsbeitäge können bis zum 24. April auf der Burgdorfer Baudirektion angeschaut werden. Die Stadt möchte die neue Brücke über die Emme im nächsten Jahr installieren. Laut Urwyler wird sie 50 bis 100 Zentimeter höher gelegt als die heutige.

Die Absenkung der Emmesohle hat gemäss der Projektleiterin den Vorteil, dass dadurch die Ufer nicht erhöht werden müssen. (sda)

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