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Logo wie in den 70ern«Burger King brauchte fürs Rebranding eineinhalb Jahre»

Burger King erscheint im neuen Gewand, das aussieht wie vor 20 Jahren. Trotzdem will die Burger-Kette moderner auftreten. Marketingchef Fernando Machado war verantwortlich für das Redesign. Er erklärt, wie das neue Logo entstand.

von
Fabian Pöschl

Burger Kings Marketingchef Fernando Machado ist für das Redesign verantwortlich. Im Interview sagt er, wie das neue Logo entstand. Im Hintergrund ist das neue Restaurant-Design von Burger King zu sehen.

20 Minuten

Darum gehts

  • Burger King hat ein neues Logo im Retro-Stil.

  • Das Retro-Logo soll ein Zeichen zur Digitalisierung setzen.

  • Burger Kings Marketingchef erklärt den Widerspruch.

Nach 20 Jahren hat Burger King sein Firmenzeichen geändert. Allerdings sieht das neue Logo nicht modern und frisch aus, wie man das bei einem neuen Look erwarten könnte. Nein, das Signet der Burger-Bude erinnert frappant an das letzte vor der Designänderung vor 20 Jahren.

Was haben sich die Zuständigen dabei gedacht? Fernando Machado (46) ist der Projektverantwortliche Marketingchef von Burger King. Im Interview mit 20 Minuten erklärt er den Sinn des Retro-Stils und wie er ins digitale Zeitalter passt.

Warum haben Sie Ihr Logo nach 20 Jahren geändert?

Unser altes Logo wurde vor dem digitalen Zeitalter entworfen. Es war dreidimensional und auf dem Smartphone kaum zu erkennen. Wir wollten deshalb mit dem neuen Logo signalisieren, dass die Marke moderner wird.

Warum haben Sie den Retro-Stil gewählt?

Wir wollten etwas kreieren, das sich modern und klassisch anfühlt. Da viele Kunden noch das alte Logo kennen, haben wir uns von der Vergangenheit inspirieren lassen und die Proportionen und Farben modernisiert. Wir wollen nicht die Marke verändern, aber einen Look, der zeitlos ist.

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Die Fastfood-Kette Burger King führt ein neues Design ein.

Die Fastfood-Kette Burger King führt ein neues Design ein.

Burger King
Bisher sah das Logo so aus.

Bisher sah das Logo so aus.

REUTERS
Mit dem neuen Design will Burger King ein Zeichen  zur Digitalisierung setzen.

Mit dem neuen Design will Burger King ein Zeichen zur Digitalisierung setzen.

REUTERS

Wann folgt das nächste Rebranding?

Wir werden unser Logo in den nächsten 30 Jahren nicht mehr ändern.

Wann werden wir den neuen Auftritt in der Schweiz sehen?

Das kann in der App, auf sozialen Medien und in der Werbung schon morgen soweit sein. Aber die Umstellung in den Restaurants wird etwas länger dauern, weil wir unnötige Kosten für unsere Franchise-Partner vermeiden wollen. Sie werden etwa die neuen Verpackungen und Uniformen austauschen, wenn die alten Bestände aufgebraucht sind.

Wie teuer ist das Rebranding?

Wir haben etwa eineinhalb Jahre für das Projekt gebraucht. Ich kann die Kosten nicht nennen, aber sie sind nicht höher als bei vergleichbaren Projekten.

Wird wegen des Rebrandings nun der Whopper teurer?

Nein, die Entwicklung des Designs übernahm das globale Marketing-Team, so dass die Franchise-Partner und die Kunden nicht mehr bezahlen müssen.

Das Motto lautet «rund, fett und lecker», wie passt das zum allgemeinen Gesundheitstrend?

Rund und lecker ist kein Widerspruch zur Gesundheit. Gesundes Essen sollte lecker sein. Wir tun viel für gesundes Essen und werden zum Beispiel in wenigen Monaten keine künstlichen Inhaltsstoffe mehr in Burger-King-Produkten in der Schweiz haben.

Wie schwierig ist es für eine Burger-Bude, plötzlich gesundes Essen zu bewerben?

Fast Food hat ein schlechtes Image und es ist nicht einfach, das zu ändern. Aber das motiviert mich sehr. Das Leben ist zu kurz, um die Welt nicht zu einem besseren Ort zu machen.

Burger King

Über 17’800 Restaurants

Burger King wurde 1954 gegründet. Heute ist es die zweitgrösste Fast-Food-Hamburger-Kette weltweit. In den USA betreibt Burger King mehr als 17'800 Filialen. Fast 100 Prozent der Restaurants befinden sich im Besitz von unabhängigen Franchisenehmern. In der Schweiz gibt es aktuell 72 Restaurants der Fastfood-Kette.

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49 Kommentare
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Fred1488

13.01.2021, 21:15

Ja was, so so.

Wraith

13.01.2021, 16:09

Die ganze Esswarenverpackung und das Logo sehen aus wie aus den 70er. Da ist nichts digitalisiert oder neu. Von was redet der Mensch. Lass es so wie es war, es war gut. Wie auch in der Migros immer alles rebranden. Sogar das Budget Toilettenpapier mussten sie rebranden. Lasst es endlich und benutzt das Geld für was besseres. Z.B Lohn für die Mitarbeiter.

H. Amburger

13.01.2021, 15:34

Diese Anknüpfung an das Original-Logo ist eine deutliche Verbesserung; sehr gut. Und zur Fragerei wegen «gesundem» Essen: Leute, die Firma heisst nicht umsonst Burger King! Man weiss also, was einen da erwartet – wer das nicht ab kann, einfach grossen Bogen rum machen! Es gab in der Gastronomie noch nie so viel Vielfalt («Diversity») wie heute. Es gab aber auch noch so viele Menschen, die anderen ihr eindimensionales Weltbild aufzwingen wollen. Ich bin ein aktiver Mensch und bewege mich viel. Das heisst auch, dass ich Kalorien brauche: 3'500 kCal an einem normalen Tag, damit ich mein «Fliegengewicht» eines straffen Langstreckenläufers halten kann – mit den «gesunden» weil «empfohlenen» 2'000 kCal pro Tag würde ich verhungern. Und ein Magersüchtiger ist alles, nur nicht gesund! Wann versteht man endlich, dass fitte, aktive Menschen Futter brauchen und das nichts Ungesundes dran ist? Die Welt besteht nicht nur aus Bewegungsvermeidern, die sich an einem einzigen Salatblatt nähren könnten.