Heimlieferung in der Schweiz: Burger King liefert den Whopper an die Haustür
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Heimlieferung in der SchweizBurger King liefert den Whopper an die Haustür

Whopper und Pommes frites können Schweizer jetzt auch zu Hause essen: Burger King startet einen Heimlieferservice. McDonald's zieht nicht mit.

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kwo/vb
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Schweizer Burger-King-Kunden können sich Whopper und Pommes frites nicht mehr nur in der Filiale bestellen, sondern ...

Schweizer Burger-King-Kunden können sich Whopper und Pommes frites nicht mehr nur in der Filiale bestellen, sondern ...

AP/Claude Paris
... neu auch vom Lieferanten nach Hause bringen lassen.

... neu auch vom Lieferanten nach Hause bringen lassen.

AP/Alan Diaz
Die Fast-Food-Kette testet den neuen Lieferservice vorerst an vier Schweizer Standorten.

Die Fast-Food-Kette testet den neuen Lieferservice vorerst an vier Schweizer Standorten.

AP/Gene J. Puskar

Der Magen knurrt, doch der Kühlschrank ist leer: Wer sich in dieser Situation befindet, bestellt sich gern etwas beim Lieferservice. Am beliebtesten waren bisher Pizzas, doch nun will auch Burger King im Liefergeschäft mitmischen. Ab sofort können sich Kunden in Zürich Oerlikon ihren Whopper mit Pommes frites nach Hause bestellen.

Im April und Mai gehen dann drei weitere Burger-King-Restaurants in Lausanne, Freiburg und Genf im Rahmen eines Testbestriebs mit einem Lieferservice an den Start. Bestellt werden kann immer abends ab 18 Uhr und von Montag bis Freitag auch über Mittag. Ob man selbst im Lieferumkreis der entsprechenden Filialen wohnt, kann man über die Website Burgerkingdelivery.ch herausfinden. Der Mindestbestellwert ist mit 28 Franken eher hoch.

Nach Testphase schrittweise Ausweitung

Nach erfolgreicher Testphase soll der Lieferservice in der Schweiz sukzessive ausgeweitet werden. Als Grund für die Einführung des Angebots nennt Burger King auf Anfrage von 20 Minuten die «grosse Nachfrage nach Heimlieferungen» vonseiten der Kunden. «In Deutschland bieten wir diese schon seit 2015 an und sie sind sehr beliebt», sagt ein Sprecher.

Das Sortiment der Home Delivery ist dem der Filialen grundsätzlich sehr ähnlich. Nicht verfügbar sind allerdings Milchshakes oder Glacen, da diese auf dem Transportweg schmelzen würden. Damit die Burger warm bleiben, hat Burger King extra neuartige Verpackungen und Tragboxen entwickelt. Partner von Burger King ist der Lieferant Foodarena, der die Gerichte mit Autos und Motorrädern innerhalb von 30 Minuten ausliefern soll.

Zweiter Versuch von Burger King

Es ist bereits das zweite Mal, dass Schweizer Burger-King-Menüs nach Hause bestellen können. Einen ersten Versuch mit Heimlieferungen hatte der Burgerbrater im Jahr 2007 in Basel gewagt. Damaliger Lieferpartner war eine Basler Velokurierfirma namens Cuisine Express GmbH, deren Aktivitäten später im Betrieb des Basler Velokuriers Kurierzentrale aufgingen.

Der ehemalige Geschäftsführer Joost Oerlemans erinnert sich: «Für unsere Kuriere war es eine riesige Herausforderung, die Burger-King-Gerichte innerhalb der damals vorgegebenen 15 Minuten auszuliefern.» Im Gegensatz zu anderen Menüs kühlten Burger und Pommes frites nämlich deutlich schneller aus. Die Zusammenarbeit mit Burger King habe die Kurierzentrale aber schliesslich nicht deshalb beendet, sondern weil man sich in Vertragsverhandlungen über die Beteiligung am Umsatz nicht einig wurde.

McDonald's verzichtet

Hauptkonkurrent McDonald's testet in Deutschland die Fast-Food-Lieferung nach Hause. In der Schweiz ist hingegen noch kein Heimlieferdienst geplant. Die Warmhaltung der Burger im hiesigen Markt sei «derzeit noch eine Herausforderung», sagt Sprecherin Deborah Murith zu 20 Minuten.

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