Aktualisiert 06.02.2014 09:02

Nordkorea und Japan

Burkhalter will im Nachbarstreit vermitteln

Didier Burkhalter zieht ein positives Fazit nach seiner Reise nach Japan. Im Streit zwischen Japan und Nordkorea bot der Bundespräsident an, dass die Schweiz vermitteln könne.

Bundespräsident Didier Burkhalter verabschiedet sich bei seiner Japan-Reise vom japanischen Premier Shinzo Abe.

Bundespräsident Didier Burkhalter verabschiedet sich bei seiner Japan-Reise vom japanischen Premier Shinzo Abe.

Bundespräsident Didier Burkhalter hat am Donnerstag seinen viertägigen Besuch in Japan beendet. Er blickte dabei positiv auf die Gespräche mit Premierminister Shinzo Abe und Aussenminister Fumio Kishida zurück.

Anlässlich des 150-jährigen Bestehens der diplomatischen Beziehungen beider Länder betonte Burkhalter, die Abkommen auf dem Gebiet der Wissenschaften zwischen Japan und der Schweiz seien eine Priorität. Im Bezug auf die Wirtschaft bestehe trotz des 2009 unterzeichneten Freihandelsabkommen noch Nachholbedarf.

«Der wirtschaftliche Austausch ist sehr gut. Er beläuft sich auf elf Milliarden Franken. Japan ist unser viertwichtigster Wirtschaftspartner», sagte Burkhalter an einer Medienkonferenz in Tokio. Die Schweiz befinde sich unter den Weltbesten im Bezug auf Innovation. Die Wirtschaftsbeziehungen zwischen den beiden Ländern könnten noch ausgebaut werden.

Vermittlung zwischen Japan und Nordkorea

Aussenminister Burkhalter erinnerte zudem daran, dass die Schweiz die Präsidentschaft der Organisation für Entwicklung und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) innehabe. In diesem Zusammenhang spiele Japan eine wichtige Rolle. «Es ist unser einziger asiatischer Partner. Wir haben darüber diskutiert, eine Asiatisch-Pazifische Plattform für Zusammenarbeit einzuführen, die eine ähnliche Rolle wie die OSZE spielen könnte», sagte der Bundespräsident.

Angesprochen auf die Spannungen zwischen Japan und seinen Nachbarn betonte Burkhalter die neutrale Position der Schweiz. «Wir haben mit dem Premierminister die Fragen um Nordkorea besprochen. Wenn es gewünscht wird, ist die Schweiz bereit, eine Vermittlerrolle zwischen den beiden Ländern zu übernehmen.» (sda)

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