Neue Runde im Streit: Burkhart will Mühle Hunziken zurückkaufen
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Neue Runde im StreitBurkhart will Mühle Hunziken zurückkaufen

Peter Burkhart gibt nicht auf: Bei einer Versteigerung will er das Musiklokal «Mühle Hunziken» zurückgewinnen. Seine Nachfolger will er loswerden.

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smü
Gibt nicht auf: Peter Burkhart will die Mühle Hunziken zurückkaufen.

Gibt nicht auf: Peter Burkhart will die Mühle Hunziken zurückkaufen.

Peter Burkhart platzierte an seinem Geburtstag die Kampfansage auf Facebook: «Heute, mit 72 Jahren, sage ich euch, dass ich die Mühle Hunziken zurückkaufen werde», schrieb er am Mittwoch.

Eine Versteigerung des legendären Konzertlokals soll «Mühli-Pesche» den Rückkauf ermöglichen – und den Streit um das Lokal beenden.

Verkauf kam nicht zustande

Der Knatsch um das Rubiger Konzertlokal dauert seit fast drei Jahren an. Damals übergab Peter Burkhart sein Lebenswerk an den Bluesmusiker Philipp Fankhauser, der mit seinem Bruder und Burkharts Sohn Thomas die Mühle Hunziken Konzert GmbH bildete. Seither haben sie das Sagen in der Mühle.

Es war damals vorgesehen, dass Fankhauser die Liegenschaft für 3,75 Millionen Franken kaufen sollte. Dies ist jedoch nie geschehen. Das löste zwischen den Betreibern der Mühle sowie den Eigentümern der Liegenschaft, der Familie Burkhart, diverse Gerichtsstreitigkeiten aus. So forderte Peter Burkhart schon seit längerem, dass Philipp Fankhauser aus der Konzert GmbH ausscheidet.

Burkhart will Klubbetreiber loswerden

Auf Burkharts Seite stehen seine Frau und die Tochter: Ihnen und Burkharts Sohn gehört die Liegenschaft. Frau und Tochter wollen die Eigentümergemeinschaft auflösen und drängen auf eine Versteigerung.

Noch im März hatte eine andere Lösung zur Diskussion gestanden: Beide Parteien wollten die Mühle für 3,5 Millionen Franken verkaufen – ein entsprechendes Angebot lag vor, wurde aber zurückgezogen.

Nun will Mühli-Pesche bei einer Versteigerung zuschlagen: «Ich habe Freunde, die greifen mir für den Kauf finanziell unter die Arme», zitiert ihn die Berner Zeitung. So könne er andere Bieter ausstechen. Sobald er wieder das Sagen in der Liegenschaft habe, wolle er den Clubbetreibern um Philipp Fankhauser kündigen.

Die Betreiber des Konzertlokals reagierten gelassen auf Burkharts Ankündigung: «Loslassen ist offenbar schwer», schreiben sie in einer Mitteilung. Sohn Thomas Burkhart will sich laut der Berner Zeitung bis Ende Juni zum Vorschlag einer Versteigerung der Mühle äussern. Der Konzertbetrieb sei vom Gerangel um die Liegenschaft nicht betroffen.

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