Neu im Kino: «Big Fish»: Burton – fast wie im Bilderbuch
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Neu im Kino: «Big Fish»Burton – fast wie im Bilderbuch

Tim Burton, der Regisseur fürs Makaber-Düstere, inszenierte mit «Big Fish» einen wunderbar leichten und romantischen Film.

Die merkwürdigen Ereignisse im Leben des Edward Bloom (Ewan McGregor) nehmen ihren Anfang schon früh: Bereits als kleiner Junge darf er einen Blick ins sonst verdeckte Glasauge einer Hexe (Helena Bonham Carter) werfen. Darin sieht er seinen Tod voraus. Doch im Gegensatz zu «Batman» oder «Sleepy Hollow» wartet der amerikanische Regisseur Tim Burton mit einer sommerlich-leichten, familientauglichen Geschichte auf.

Der kleine Edward von damals liegt nun – sechzig Jahre später – auf dem Sterbebett. Bekannt ist er bei seinen Freunden vor allem wegen seiner blumigen Art, Geschichten zu erzählen: von Begegnungen mit Riesen und anderen Fabelwesen, aber auch davon, wie er den Zweiten Weltkrieg quasi im Alleingang gewann – und andere Münchhausiaden. Sein Sohn (Billy Crudup) hält ihn für den grössten Lügner aller Zeiten. Trotzdem will er wissen, was an den Erzählungen seines Vaters dran ist.

Der Film «Big Fish» steckt voller abstruser und romantischer Ideen – fast wie ein originelles Bilderbuch: Das in Rückblenden erzählte Leben von Edward ist in gewaltige, kitschige Bilder gehüllt und von grotesken Dialogen durchzogen. Dadurch erinnert die fantastische Zeitreise an den Erfolgsfilm «Forrest Gump». Hardcore-Tim-Burton-Fans werden damit hin und wieder Mühe haben – alle anderen aber werden verblüfft sein.

Benjamin Bögli

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