Alkoholisierter Fahrer: Bus stürzt Böschung hinab
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Alkoholisierter FahrerBus stürzt Böschung hinab

Bei einem Busunfall in Niederbayern sind alle 16 Insassen zum Teil schwer verletzt worden. Bei dichtem Schneetreiben war der doppelstöckige BMW-Zubringerbus in der Nacht zum Montag eine steile Böschung hinabgestürzt.

Der Bus ist aber von Bäumen gerade noch vor dem Absturz in eine 70 Meter tiefe Schlucht bewahrt worden. Der Fahrer war nach Angaben der Polizei Straubing alkoholisiert und auf der kurvigen und schneebedeckten Landstrasse «viel zu schnell» gefahren.

Der Bus war um 03:50 Uhr mit 15 BMW-Beschäftigten auf dem Weg zur Frühschicht im BMW-Werk Dingolfing. In einer abschüssigen Rechtskurve bei Stallwang stürzte das Fahrzeug eine Böschung zehn Meter hinunter, bis es von einer Baumgruppe hoch über dem Pielmühlbach-Tal aufgehalten wurde. Der 54-jährige Fahrer und alle Fahrgäste im Alter von 33 bis 56 Jahren wurden verletzt, vier von ihnen schwer.

Das Dach des Busses war aufgerissen, mehrere Sitze aus den Verankerungen gerissen worden. Drei Verletzte wurden von der Feuerwehr geborgen, die anderen konnten sich selbst durch ein Fenster im Oberdeck ins Freie retten. Alle Insassen hätten aber «grosses Glück im Unglück» gehabt, weil der Bus nicht in die Schlucht gestürzt sei, sagte Polizeisprecher Klaus Pickel.

Der Busfahrer habe mit 0,15 Promille gegen das strikte Alkoholverbot verstossen. Ausserdem sei er «viel zu schnell unterwegs» gewesen, teilte die Polizei mit: Laut Fahrtenschreiber sei der Bus nachts im Schneetreiben auf der abschüssigen, kurvenreichen, schneebedeckten Strecke über 60 Stundenkilometer gefahren. Das Wrack des 200 000 Euro teuren Busses wurde am Nachmittag von zwei Autokränen geborgen. (dapd)

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