Nach Unfall: Buschauffeur freigesprochen

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Nach UnfallBuschauffeur freigesprochen

Das Baselbieter Kantonsgericht hat einen Buschauffer der Baselland Transport (BLT) vom Vorwurf der fahrlässigen Tötung freigesprochen. Der Chauffeur hatte im Januar 2006 in Bottmingen einen älteren Mann angefahren.

Das Statthalteramt verurteilte den Chauffeur darauf zu einer bedingten Geldstrafe von 60 Tagessätzen à 90 Franken sowie 1000 Franken Busse. Im vergangenen August halbierte des Strafgericht Baselland die bedingte Geldstrafe auf 30 Tage und hob die Busse auf. Nun hiess das Kantonsgericht die Appellation gegen diesen Entscheid gut und hob das erstinstanzliche Urteil auf.

Der Nachweis habe nicht erbracht werden können, dass der Buschauffeur beim Unfall die Sorgfaltspflicht verletzt habe, begründete ein Gerichtsschreiber auf Anfrage den Entscheid des Kantonsgericht. Mit 8 km/h sei der Chauffeur nicht zu schnell unterwegs gewesen und das Gericht habe dem Mann glauben müssen, dass er den 83-jährigen Fussgänger erst einen Meter vor der Kollision wahrgenommen habe.

Vom Bus der BLT-Linie 60 erfasst worden war der Rentner an einem Freitag im Januar 2006. Der Unfall ereignete sich kurz vor 18 Uhr in der Dämmerung und bei Nieselregen bei der Haltestelle Bottmingen Der Mann stürzte, stand dann wieder auf und wurde ins Spital gebracht. Dort verstarb er nach vier Tagen. (sda)

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