Aktualisiert 04.01.2013 13:35

Rekordhitze

Buschfeuer wüten in der Schweiz Australiens

Der heisseste Tag seit Beginn der Messungen hat im australischen Bundesstaat Tasmanien zu mehreren Buschfeuern geführt. Auch Victoria und South Australia ächzen unter der Hitze.

von
bem

41,3 Grad kurz vor zwei Uhr nachmittags: Noch nie war es in Hobart im Süden der Insel Tasmanien, die wegen ihrer Berge und Wälder und des meist kühlen Klimas auch als Schweiz Australiens bezeichnet wird, so heiss. Die Hitze, die seit Donnerstag von starken Winden aus dem Innern Australiens über South Australia, Victoria und Tasmanien getrieben wird, versetzte die Feuerwehren in allen betroffenen Bundesstaaten in höchste Alarmbereitschaft.

Doch kurz bevor das komplette Feuerverbot am Mittwochabend in Kraft trat, wurde ein Campingfeuer im Derwent-Tal nicht vollständig gelöscht und führte zu einem Brand, der inzwischen Siedlungen rund um Ellendale bedroht.

Ein anderes Feuer, das am Donnerstag ausgebrochen war, durchbrach am Freitag die Brandlinie der Feuerwehr und erreichte den Arthur Highway, die Hauptstrasse zur grössten Touristenattraktion, dem Gefängnis der einstigen Sträflingskolonie in Port Arthur. Sie musste geschlossen werden. Zuvor wurden laut «Hobart Mercury» eine Scheune und mindestens ein Wohnhaus ein Raub der Flammen.

Die Buschbrände drohten sich auszuweiten. Einige Ortschaften wurden geräumt. «Passt auf euch auf und bringt euch in Sicherheit», twitterte Premierministerin Julia Gillard am Freitag. (bem/sda)

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