Busen-Wette für guten Zweck
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Busen-Wette für guten Zweck

Stefanie Schmid wurde letzten Samstag bei «Wetten, dass ...?» zwar nicht Wettkönigin. Aber ihre Dekolleté-Wette war mit Abstand der originellste Beitrag des Abends und dient zusätzlich einer guten Sache.

Entdeckt wurde Schmids Erkennungstalent an einem gemütlichen Abend mit Freunden. Zusammen schauten sich Schmid und ihre Bekannten die «Swiss Indoors» am Fernseher an. Gerade als Roger Federer zum Aufschlag ausholte, tauchte im Bild im Publikum ein Dekolleté auf, das Schmid zu erkennen glaubte. Sie war felsenfest davon überzeugt, dass es sich um eine ihr bekannte Freundin handle. Ihre Freunde nahmen sie zuerst nicht ernst und eine grosse Diskussion entbrannte, ob das überhaupt möglich ist, eine Frau nur anhand des Ausschnitts zu erkennen.

Die Wette beginnt

Schmids Ehrgeiz war jedenfalls geweckt. Im November 2006 meldete sich Stefanie Schmid auf der Website von «Wetten, dass ...?» mit ihrer einzigartigen Wette an. Nur zwei Monate nach dem positiven Bescheid, dass ihre Wette angenommen worden war, begann Schmid zu trainieren.

Doch zuerst musste sie sich ihre «Trainingsgeräte» beschaffen. Sprich, sie organisierte sich 50 Frauen aus ihrem näheren und weiteren Umfeld. Aus Basel, Zürich Appenzell und auch aus Deutschland kamen Schmids Bekannte zum Fototermin. Danach wurden die Dekolleté-Bilder in A4-Grösse angefertigt. Wobei jedes den Namen der betreffenden Freundin auf der Hinterseite trug. Damit übte Schmid dann.

Was die grösste Herausforderung für Schmid an der ganzen Wette war? «Die 50 Frauen an einem Tag zusammenzubringen», wie Schmid betont.

Leichtes Spiel dank Männergremium

Dass ihre Wette zu der Wett-Show zugelassen wurde, war laut Schmid keine Schwierigkeit, «da das Entscheidungsgremium hauptsächlich aus Männern bestand», wie sie gegenüber 20minuten.ch sagte.

Das konnte Schmid nur recht sein. Schliesslich verfolgte sie mit ihrer Wette ein grösseres Ziel als nur die reine Unterhaltung. Sie versprach von Anfang an, den ganzen Wettgewinn und die Spesen der Krebsliga Schweiz/Brustkrebsprävention zu spenden. Und das wird die Krebsliga besonders freuen: Bei Schmids Wett-Auftritt bei Gottschalk sind über 10 000 Franken zusammengekommen.

Manfred Toppel, 20minuten.ch

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