Hehlerei: Busfahrer verkaufte geklautes Parfüm
Aktualisiert

HehlereiBusfahrer verkaufte geklautes Parfüm

Dank einem Buschauffeur profitierten Arbeitskollegen bei der Limmat Bus AG jahrelang von Parfüm-Schnäppchen – gestohlen von dessen Ehefrau. Die Polizei ist am Ermitteln.

von
wed
Busse der Limmat Bus AG beim Bahnhof Dietikon.

Busse der Limmat Bus AG beim Bahnhof Dietikon.

Bus fahren war bis vor Kurzem nicht das Einzige, was ein Chauffeur der Limmat Bus AG während seiner Arbeitszeit tat – nebenbei verkaufte er auch noch Parfüm an seine Arbeitskollegen. Die Waren hatte seine Ehefrau zuvor an ihrem Arbeitsplatz gestohlen. «Sie arbeitete in einer Parfümerie und hat während rund drei Jahren Produkte mitgehen lassen», sagt Informant Sandro*. In der Regel seien es sehr teure Düfte gewesen. «Er hat das Diebesgut gar an die Fahrgäste verkauft», sagt Sandro.

Die Kantonspolizei Zürich bestätigt diesen Fall auf Anfrage. «Im letzten April wurde der Mann von einer Patrouille ertappt, als er gerade mit einer neuen Parfümlieferung unterwegs war», sagt Sprecher Beat Jost. Zudem wisse man, dass das Diebesgut in der Tat an die Arbeitskollegen weiterverkauft wurde. «Die Frau wurde wegen Diebstahls angezeigt und der Mann wegen Hehlerei», so Jost.

Bei der Limmat Bus AG bedauert man den Vorfall: «Wir haben das Personal informiert, dass ein solches Verhalten in keiner Weise akzeptiert wird», so Betriebsleiter Sirhan Sinani. Man wolle aber klarstellen, dass der Angestellte diese Straftaten als Privatperson verübte. «Zudem haben wir keine Kenntnis davon, dass er die Waren auch an Fahrgäste verkauft hat.» Allfällige Personalentscheidungen werden laut Sinani erst gefällt, «wenn das Polizeiverfahren abgeschlossen ist und wir informiert werden.»

*Name geändert

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