Aktualisiert 11.08.2007 17:37

Bush bewirtet Sarkozy mit Hot-Dogs

US-Präsident George W. Bush hat seinen französischen Kollegen Nicolas Sarkozy am Samstag zu einem privaten Essen in seinem Familienlandsitz in Kennebunkport an der Atlantikküste empfangen.

Das Treffen fand in der Sommerresidenz der Familie Bush in Kennebunkport statt.

Bush würdigte Sarkozy als Mann mit «gutem Verstand, guter Vision und gutem Willen». Sarkozy sei glücklicherweise ein Mann, der offen seine Meinung sage. «Wir hatten Meinungsunterschiede, über den Irak im besonderen», sagte Bush.

Diese Differenzen aber hätten die Zusammenarbeit nicht beeinträchtigt. Bei dem «Herz zu Herz-Gespräch», wie Bush es nannte, standen verschiedene internationale Themen auf dem Programm.

Keine Haute Cuisine

Eine Sprecherin des Weissen Hauses hatte zuvor betont, dass es sich um ein rein privates Treffen ohne jede Tagesordnung handle. Zwar könnten durchaus aktuelle politische Fragen angesprochen werden. Aber hauptsächlich wollten sich die beiden Männer besser kennenlernen.

Dabei machten sich Bush und seine Frau Laura nicht erst die Mühe, mit der französischen Küche konkurrieren zu wollen. «Es gibt ein traditionelles amerikanisches Picknick mit Hamburgern und Hot- Dogs», sagte Präsidentensprecherin Dana Perino.

Ohne Cecilia und die Kinder

Ursprünglich wollte Sarkozy, der in der Nähe Ferien macht, seine Familie mitbringen. Aber seine Frau Cecilia und seine Kinder mussten passen. Alle litten an einer Angina, erklärte Sarkozy beim Eintreffen in Kennebunkport. «Das Schlimme ist, dass ich sie angesteckt habe», fügte der französische Präsident hinzu.

Sarkozy und seine Frau machen derzeit in Neuengland Ferien, sie wohnen rund achtzig Kilometer von Kennebunkport entfernt in Wolfeboro. Der neue französische Staatschef gilt als sehr viel USA- freundlicher als sein Vorgänger Jacques Chirac. Dessen Verhältnis zu Bush war eher schwierig.

(dapd)

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