Aktualisiert 24.05.2007 18:17

Bush kündigt weitere Todesopfer an

Washington US-Präsident George W. Bush erwartet im Irak für die nächsten Wochen und Monaten heftige Kämpfe. Zugleich erklärte er den Sommer zur kritischen Phase mit Blick auf die Bekämpfung von Extremisten.

Es sei damit zu rechnen, dass weitere US-Soldaten und Iraker getötet würden, sagte Bush am Donnerstag in Washington vor den Medien.

Der US-Kongress sollte noch am Donnerstag die weitere Finanzierung des Irak- und Afghanistaneinsatzes verabschieden. Dass das Gesetz keine Frist für den Rückzug der US-Truppen aus dem Irak enthält, galt als ein Etappensieg für den republikanischen Präsidenten. Kurz vor der Abstimmung hat sich US-Präsident George W. Bush hinter den Kompromiss gestellt. «Mit ihrer Zustimmung zu dem Entwurf können die Abgeordneten beider Parteien unseren Truppen und den Irakern und dem Feind zeigen, dass wir unsere Soldaten nicht im Stich lassen», sagte er während der Pressekonferenz im Weissen Haus.

Unter dem Druck der Veto-Vollmachten des Präsidenten hatten sich am Dienstag führende Kongresspolitiker mit dem Weissen Haus auf den Kompromiss zur Finanzierung der Auslandseinsätze verständigt. Die Vereinbarung sieht Haushaltsmittel von 120 Milliarden Dollar (89,2 Milliarden Euro) vor. Die Demokraten mussten zwar von ihrer Forderung nach einem Zeitplan für den Irak-Abzug abrücken, erreichten aber dafür Zugeständnisse bei der Finanzierung von innenpolitischen Aufgaben wie weitere Hilfen für Opfer des Hurrikans Katrina.

Bush hatte am 1. Mai sein Veto gegen ein von beiden Parlamentskammern verabschiedetes Gesetz eingelegt, das die Haushaltsmittel an die Bedingung knüpfte, bis Anfang Oktober einen Abzug von Kampftruppen aus dem Irak einzuleiten. Nach wochenlangen Vermittlungsgesprächen äusserten Kongresspolitiker beider Parteien die Hoffnung auf eine Unterzeichnung des Kompromisses am Freitag.

(sda)

Deine Meinung

Fehler gefunden?Jetzt melden.