Aktualisiert 05.10.2006 05:29

Bush macht für 1,5 Milliarden die Grenze zu Mexiko dicht

Ungeachtet heftiger Proteste Mexikos hat US-Präsident George W. Bush grünes Licht für den Bau eines hunderte Kilometer langen Sperrzauns entlang der Grenze zu dem südlichen Nachbarland gegeben.

Damit wollen die USA die illegale Einwanderung eindämmen. Bush unterzeichnete das Gesetz am Mittwoch in Scottsdale im US-Staat Arizona, der an der Grenze zu Mexiko liegt.

Der US-Senat hatte in der vergangenen Woche ein Gesetz gebilligt, das die Errichtung von 1125 Kilometer langen und 1,2 Milliarden Dollar (knapp 1,5 Milliarden Franken) teuren Grenzanlagen erlaubt. Der mexikanische Aussenminister Luis Ernesto Derbez erklärte am Mittwoch, der Plan sei eine Beleidigung. Notfalls werde seine Regierung die Vereinten Nationen anrufen, um den Bau zu verhindern. Der scheidende Präsident Vicente Fox hat den Zaun als beschämend bezeichnet und ihn mit der Berliner Mauer verglichen.

Bush räumte ein, dass die Befestigung der Grenze alleine nicht ausreiche, um die illegale Einwanderung zu stoppen. Er appellierte an den Kongress, seinen Plänen für ein Gastarbeiterprogramm zuzustimmen, mit dem ausländische Arbeitskräfte legal in den USA arbeiten können und das einigen der elf Millionen illegal Eingewanderten die Einbürgerung ermöglichen würde. (dapd)

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