Aktualisiert 28.07.2004 18:37

Bush schlägt Moores Einladung zu «Fahrenheit 9/11» aus

US-Präsident George W. Bush hat eine Einladung seines Kritikers Michael Moore zu einer Vorführung des Films «Fahrenheit 9/11» ausgeschlagen.

«Ich glaube nicht, dass Sie damit rechnen dürfen», sagte eine Sprecherin des Weissen Hauses.

Sie antwortete auf eine Reporternachfrage, ob Bush bei der Filmshow am Mittwoch in Crawford zugegen sein werde. Moore will seinen Film ausgerechnet in dem Ort im US-Bundesstaat Texas, in dem Bush seine Ranch besitzt, zeigen. Der US-Präsident verbringt derzeit einige Tage auf seinem 850 Hektar grossen Anwesen.

Moore ist eine Art Kultfigur der Bush-Gegner. Mit seinem Film «Fahrenheit 9/11», der im Mai beim Filmfestival von Cannes mit der Goldenen Palme ausgezeichnet worden war, geht er scharf mit dem US- Präsidenten ins Gericht.

Unter anderem untersucht er Verbindungen zwischen Bushs Familie und der des El-Kaida-Chefs Osama bin Laden. Der Ende Juni in den US- Kinos angelaufene Film brach bereits die Besucherrekorde für Dokumentationen und spielte bisher mehr als 100 Millionen Dollar (rund 126 Mio. Franken) ein.

(sda)

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