Aktualisiert 22.12.2008 15:26

Verkaufsschlager

Bush-Schuh wird zum Renner

Der Schuhwurf von Bagdad gegen US-Präsident Bush hat Folgen für den türkischen Hersteller der Fussbekleidung. Er wird mit Bestellungen überschwemmt und muss 100 zusätzliche Leute anstellen.

Für Ramazan Baydan, Eigentümer der nach ihm benannten Schuhfabrik in Istanbul, ist es das Geschäft seines Lebens. Denn es waren zwei schwarze Lederschuhe aus seiner Produktion, die der irakische Fernsehjournalist Muntaser al-Saidi am letzten Sonntag als «Abschiedskuss» Richtung George W. Bush geworfen hatte. Nun wird der Hersteller mit Bestellungen aus der ganzen Welt eingedeckt.

Baydan musste gemäss einem Bericht des «Guardian» 100 zusätzliche Leute einstellen, um die bestellten 300 000 Paar des «Modell 271» genannten Schuhwerks ausliefern zu können – das Vierfache der normalen Jahresproduktion. Darunter befinden sich nach seinen Angaben auch Kunden aus den USA und Grossbritannien. Eine US-Firma hat allein 18 000 Paar bestellt, ein britisches Unternehmen will das seit 1999 produzierte Modell in Europa vertreiben.

Der grösste Teil der Bestellungen aber stammt aus muslimischen Ländern wie Syrien, Ägypten und Iran. Allein aus dem Irak seien 120 000 Paar angefordert worden. Ramazan Baydan will das Modell nun in «Bush-Schuh» oder «Bye Bye Bush» umtaufen, auch über Fernsehwerbung denkt er gemäss «Guardian» nach.

(pbl)

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