Aktualisiert 22.12.2003 17:17

Bush spricht mit Roh

Vor dem Hintergrund des Streits um das nordkoreanische Atomprogramm haben US-Präsident George W. Bush und Südkoreas Präsident Roh Moo Hyun miteinander telefoniert.

Beide Staatsoberhäupter einigten sich dabei nach Angaben des Präsidialamts in Seoul am Montag auf eine enge Zusammenarbeit ihrer Länder. Die laufenden Verhandlungen über eine Wiederaufnahme der Sechs-Nationen-Gespräche zur Beilegung des Atomstreits sollten vorangebracht werden, hiess es.

Trotz intensiver diplomatischer Bemühungen der USA und Chinas kam ein anvisierter Termin im Dezember nicht mehr zu Stande. Neue Sechser-Gespräche mit Nordkorea, den USA, Südkorea, Japan, Russland und China als Vermittler werden derzeit für Januar oder Februar ins Auge gefasst.

Hauptstreitpunkte sind die von Nordkorea geforderten Konzessionen und Sicherheitsgarantien durch die USA sowie Washingtons Forderung nach einer nachweisbaren Einstellung des umstrittenen Atomprogramms durch das kommunistische Land.

Ein anderes Thema bei dem Telefonat zwischen Bush und Roh war die geplante Aufstockung des südkoreanischen Truppenkontingents im Irak. Bush habe sich dabei für die Entscheidung Seouls zur Entsendung von bis zu 3000 weiteren Soldaten bedankt, hiess es.

Bush kündigte ausserdem den Besuch seines Sonderbeauftragten James Baker für den 29. Dezember in Seoul an. Der frühere amerikanische Aussenminister hatte zuletzt in Deutschland, Frankreich, Italien, Grossbritannien und Russland Gespräche über einen Erlass der irakischen Staatsschulden geführt.

(sda)

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