Aktualisiert 05.10.2004 07:02

Interview«Bush und Kerry sind etwa gleich schlecht»

Der Neo-Punk boomt weiter. US-Szenegrössen wie Good Charlotte entwickeln sich trotzdem immer mehr zu Rockbands. Sänger Joel Madden (25) nimmt Stellung.

Euer neues Album «The Chronicles of Life and Death» tönt einiges reifer und rockiger als die beiden Vorgänger. Ist eure Punk-Zeit vorbei?

Joel Madden: Wir lieben Punk, aber wir haben uns nie als Punkband gesehen. Wir suchen Herausforderungen, wollen nicht immer dasselbe spielen. Durch den Rock-Einfluss ist unsere Musik komplizierter geworden.

Wie erlebt ihr die Punk-Welle?

Madden: Für viele junge Bands ist das grossartig: Vor zehn Jahren hätten diese noch keine Chance gehabt. Bands wie Green Day, Blink 182 oder auch Bad Religion haben da einige Türen geöffnet – auch für uns.

Zeitgleich mit der neuen CD erscheint die DVD «Live at Brixton». Eine Hommage an die Urpunks von The Clash?

Madden: Konzerte sind das Wichtigste für uns, darum bringen wir jetzt auch eine Live-DVD. Und als grosser Clash-Fan in Brixton zu spielen, war schon sehr speziell.

Ihr wart jetzt zwei Jahre auf

Tour und habt wohl kräftig abgefeiert. Wie geht ihr mit Alkohol und Drogen um?

Madden: Jeder muss seine eigenen Erfahrungen damit machen, ob in einer Band oder nicht. Wir feiern gerne, aber die Balance zwischen Arbeit und Vergnügen ist uns wichtig.

In den USA sind bald Wahlen. Wer ist euer Favorit?

Madden: In meinen Augen sind Bush und Kerry etwa gleich schlecht.

Jan Kirchhofer

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