Aktualisiert 07.06.2007 08:56

Bush will Chef-Klimaschützer werden

Die USA sind nach Angaben von US- Präsident George W. Bush bereit, eine führende Rolle bei den internationalen Anstrengungen im Kampf gegen den Klimawandel zu übernehmen.

«Die USA werden aktiv beteiligt sein, wenn sie nicht sogar die Führung übernehmen bei einem Kyoto-Nachfolgeabkommen», sagte Bush am Donnerstag in Heiligendamm nach einem Treffen mit dem britischen Premierminister Tony Blair.

Bush bezog sich dabei auf das im Rahmen der Vereinten Nationen vereinbarte Kyoto-Protokoll für Klimaschutz, das 2012 ausläuft. Er ging jedoch nicht ausdrücklich auf die Rolle der UNO beim Bemühen um das geplante Folgeabkommen ein.

Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur dpa aus Delegationskreisen haben die USA jedoch ihre Bereitschaft signalisiert, den weiteren internationalen Verhandlungsprozess unter dem Dach der UNO zu akzeptieren.

Zielvorgaben abgelehnt

Bush hatte bereits am Mittwoch nach einem Treffen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel Bereitschaft zur Mitarbeit an einem Post-Kyoto-Prozess geäussert, von Merkel gewünschte konkrete Zielvorgabe der G-8 beim Klimaschutz jedoch abgelehnt. Blair unterstützt dagegen solche Zielvorgaben.

Auch EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso dringt ungeachtet des Widerstands der USA weiter auf feste Zielvorgaben. Es ist «wichtig, dass diese verpflichtenden Ziele festgelegt werden» und «dass sie im Abschlussdokument stehen», sagte Barroso am Donnerstag im ZDF.

(sda)

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