Bush will USA «hoffnungsvoller» machen
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Bush will USA «hoffnungsvoller» machen

US-Präsident George W. Bush hat erwartungsgemäss die Nominierung seiner Partei für eine zweite Amtszeit angenommen.

In seiner Rede vor den Delegierten des Parteikonvents der Republikaner versprach er, die USA sicherer zu machen. Er führe den Kampf gegen den internationalen Terrorismus nicht aus Stolz, sondern «weil das Leben unserer Bürger auf dem Spiel steht», sagte Bush: «Wir bleiben in der Offensive - wir bekämpfen die Terroristen im Ausland, so dass wir mit ihnen nicht Zuhause konfrontiert werden».

«Ich kandidiere für die Präsidentschaft mit dem klaren und eindeutigen Plan, die Welt sicherer und die USA hoffnungsvoller zu machen», erklärte Bush. Im Falle einer zweiten Amtszeit will er etwa die radikalen Steuererleichterungen dauerhaft beibehalten und die Sozialversicherungssysteme reformieren.

Dagegen wolle sein demokratischer Herausforderer John Kerry mit Steuererhöhungen Programme finanzieren, die der Wirtschaft nur schaden würden, sagte Bush. Zuvor hatte bereits der New Yorker Gouverneur George Pataki dem demokratischen Präsidentschaftskandidaten John F. Kerry massiv kritisiert.

Bush gewinnt an Boden

Er warf ihm Wankelmütigkeit vor. Kerry sei einmal für und einmal gegen den Irak-Krieg, sagte Pataki. Viele der republikanischen Delegierten schwenkten Sandalen und schrien: «Flipflop, Flipflop».

Die Ansprachen in der Nacht zum Freitag wurden in den USA landesweit im Fernsehen übertragen und bildet den Auftakt für die Endphase des Wahlkampfes. In jüngsten Umfragen hat Bush gegenüber seinem Herausforderer an Boden gewonnen und liegt in einigen von ihnen knapp vor Kerry.

Die oppositionellen Demokraten zeigten sich von der Rede wenig beeindruckt. «Eine 40-Minuten-Rede kann nicht vier Jahre des Scheiterns ausgleichen», sagte die Wahlkampfmanagerin Kerrys, Mary Beth Cahill.

«George Bush hat unsere Einigkeit und unseren Wohlstand verschleudert ... Dieses Land erträgt keine weiteren vier Jahre von Bushs gefühlloser Präsidentschaft.»

Proteste auf dem Parteitag

Trotz schärfster Sicherheitsmassnahmen auf dem republikanischen Wahlparteitag gelang es Demonstranten, die Rede von Bush zu stören. Die laut rufenden Demonstranten wurden von Sicherheitsbeamten abgeführt.

Kurz vor der Parteitagsrede des US-Präsidenten musste die New Yorker Polizei hunderte Demonstranten wieder freilassen, die sie in den letzten Tagen festgenommen hatte. Die Anweisung dazu erteilte ein Richter des Obersten Gerichtshofes des Bundesstaates New York.

Anwälte der in einem früheren Busdepot am Hudson-Ufer festgehaltenen Bush-Gegner hatten geltend gemacht, dass die Behörden keinerlei Recht hätten, sie länger als 24 Stunden ohne Anklageerhebung einzusperren.

Viele Demonstranten seien nahezu drei Tage festgehalten worden. Mehr als 500 Inhaftierte konnten nach der Anordnung des Richters das provisorische Gefängnis verlassen.

(sda)

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