Aktualisiert 11.11.2005 19:10

Bush wirft Irak-Kritikern Geschichtsfälschung vor

US-Präsident Bush hat den Kritikern des Irak-Kriegs vorgeworfen, Geschichtsfälschung zu betreiben und den US-Truppen vor Ort in den Rücken zu fallen. Beobachter sprachen von der bislang aggressivsten Verteidigung des Irak-Kriegs.

US-Präsident George W. Bush hat sich am Freitag gegen lauter werdende Vorwürfe wegen der Begründung für den Irak-Krieg verteidigt. Er kritisierte Politiker der Demokraten als verantwortungslos, weil sie versuchten, die Geschichte des Krieges neu zu schreiben.

In einer Rede zum Kriegsveteranentag auf einem Militärstützpunkt in Pennsylvania warnte Bush Syrien und Iran erneut, dass die USA keinen Unterschied machten zwischen Staaten, die Terrorattacken verübten und solchen, die Terroristen unterstützten.

Bush reagierte auf neue Vorwürfe oppositioneller Demokraten, die Regierung habe vermeintliche Geheimdiensterkenntnisse über Massenvernichtungswaffen im Irak aufgebauscht.

Eine Untersuchungskommission habe bereits festgestellt, dass es dafür keine Anhaltspunkte gab, sagte Bush. «Grundlose Attacken senden das falsche Signal an unsere Truppen und den Feind, der unseren Durchhaltewillen in Frage stellt», sagte Bush.

Rundum-Verteidigung

Der US-Präsident holte bei der Rede zu einer Rundum-Verteidigung seiner Politik aus. Er wies den Vorwurf zurück, die US-Präsenz im Irak spiele den Extremisten in die Hände.

«Ich will nur daran erinnern, dass wir am 11. September 2001 (dem Tag der Terrorangriffe auf die USA) nicht im Irak waren» sagte Bush. «Der Hass der Radikalen existierte, bevor der Irak zum Thema wurde und wird existieren, wenn der Irak schon lange keine Ausrede mehr ist.»

«Die Terroristen betrachten den Irak als zentrale Front in ihrem Krieg gegen die Menschheit. Wir müssen den Irak als zentrale Front im Kampf gegen die Terroristen sehen», sagte Bush. Die USA würden nicht locker lassen, bis die Terrornetzwerke zerschlagen und deren Anführer zur Rechenschaft gezogen worden seien.

Bush kritisierte manche arabische Medien, die Hass und Antisemitismus schürten, aber selten über die grosszügige US-Hilfe bei Katastrophen berichteten. Er bezeichnete die Terroristen als Feiglinge, die Unschuldige in den Tod rissen.

«Mut ist es, 50 Millionen Menschen aus der Tyrannei zu befreien», rief Bush in Bezug auf den Sturz des Taliban-Regimes in Afghanistan und des irakischen Machthabers Saddam Hussein.

(AP/SDA)

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