Aktualisiert

Bush zu Rechenschaft über Klimapolitik gezwungen

Eine Bundesrichterin in San Francisco hat die Regierung von US-Präsident George W. Bush angewiesen, zwei überfällige Berichte zur globalen Erwärmung vorzulegen.

Das Weisse Haus hat ihrem Urteil zufolge gegen ein Gesetz von 1990 verstossen, das alle drei Jahre eine wissenschaftliche Bestandesaufnahme zur Klimaentwicklung verlangt. Dies geschah letztmals 2003.

Richterin Saundra Armstrong setzte der Regierung am Dienstag zwei Fristen bis zum 1. März und bis zum 31. Mai nächsten Jahres, um die Berichte zur Klimaforschung und zu den Auswirkungen der globalen Erwärmung vorzulegen. Sie folgte damit der Klage der Umweltschutzorganisationen Greenpeace, Friends of the Earth und Center for Biological Diversity. «Das ist ein grosser Sieg, der die Regierung wegen ihrer Versuche zur Rechenschaft zieht, die Wissenschaft zu unterdrücken», sagte die Anwältin des Zentrums für Biologische Vielfalt, Kassie Siegel. Eine Sprecherin der Behörde für Wissenschafts- und Technologiepolitik sagte, die Regierung prüfe das Urteil noch, werde die gesetzlichen Bestimmungen aber einhalten. (dapd)

Deine Meinung

Fehler gefunden?Jetzt melden.