Aktualisiert 22.12.2007 07:33

Bushs Darfur-Gesandter gibt frustriert auf

Nur ein Jahr nach seinem Amtsantritt ist der US-Sondergesandte für den Sudan, Andrew Natsios, zurückgetreten. Hinter vorgehaltener Hand wird Frustration über die Darfur-Strategie als Grund für sein Ausscheiden genannt.

Ohne Angaben von Gründen erklärte das Weisse Haus am Freitag, Natsios werde von dem früheren US-Gesandten bei der UNO, Richard Williamson, abgelöst und kehre als Dozent an die Universität Georgetown zurück.

Aus Regierungskreisen war zu hören, dass Natsios wegen der geringen Fortschritte beim Aufbau einer gemeinsamen Truppe der Afrikanischen Union und der UNO in der westsudanesischen Krisenregion Darfur frustriert war.

Zudem hätten ihn die anhaltenden Streitigkeiten mit der Regierung von US-Präsident George W. Bush wegen der gesamten Sudan-Strategie ermüdet, sagte ein Regierungsvertreter, der nicht genannt werden wollte.

Natsios räumte Unstimmigkeiten ein. Diese hätten jedoch nichts mit seinem Ausscheiden aus dem Amt zu tun, sagte er.

Natsios beschäftigte sich vorrangig mit der Suche nach einem Ausweg aus der Krise in Darfur. In knapp fünf Jahren sind dort internationalen Experten zufolge ungefähr 200 000 Menschen ums Leben gekommen, 2,5 Millionen wurden vertrieben.

Daneben bemühte er sich darum, einen neuen Bürgerkrieg zwischen dem Norden und dem Süden des Landes zu verhindern. US-Präsident George W. Bush hatte Natsios erst im September vergangenen Jahres auf den Posten berufen. (sda)

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