Schweres Gewitter in Bern: Busse bleiben wegen Blitzeinschlag stehen
Aktualisiert

Schweres Gewitter in BernBusse bleiben wegen Blitzeinschlag stehen

Der Baukran der Schweizerischen Nationalbank wurde vom Blitz getroffen, Bernmobil-Busse streikten: Über die Stadt Bern fegte am Dienstagmorgen ein heftiges Blitzgewitter.

von
cho
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Vor 7 Uhr morgens zog ein heftiges Blitzgewitter über die Stadt Bern. 220 Blitzeinschläge wurden registriert.

Vor 7 Uhr morgens zog ein heftiges Blitzgewitter über die Stadt Bern. 220 Blitzeinschläge wurden registriert.

Keystone/Peter Klaunzer
Dabei handelte es sich nicht nur um normale Blitze, erklärt Cédric Sütterlin von MeteoNews: «Die meisten Blitze waren positiv geladen – das ist ungewöhnlich.»

Dabei handelte es sich nicht nur um normale Blitze, erklärt Cédric Sütterlin von MeteoNews: «Die meisten Blitze waren positiv geladen – das ist ungewöhnlich.»

Printscreen kachelmannwetter.ch
Diese Blitze kämen aus höheren Lagen, seien stärker und damit auch lauter. «Weil zudem kaum Regen fiel und es fast windstill war, wurden die Blitzeinschläge und der Donner lauter wahrgenommen als bei einem normalen Gewitter.»

Diese Blitze kämen aus höheren Lagen, seien stärker und damit auch lauter. «Weil zudem kaum Regen fiel und es fast windstill war, wurden die Blitzeinschläge und der Donner lauter wahrgenommen als bei einem normalen Gewitter.»

Printscreen kachelmannwetter.ch

Ungemütlicher Start in den Tag für die Stadtberner: Um 7 Uhr morgens zog eine heftige Gewitterzelle über die Stadt. «Es klang, als ob Bomben explodieren würden. Ich stand sofort senkrecht im Bett», sagt Leser-Reporterin Nicole. Sie war nicht die einzige, welche sich bei 20 Minuten wegen dem lauten Gedonnere meldete.

Laut dem Bundesamt für Meteorologie schlugen zwischen 5 und Uhr 8 Uhr 220 Blitze in der Region Bern ein. Dabei handelte es sich aber nicht nur um normale Blitze, erklärt Cédric Sütterlin von MeteoNews: «Die meisten Blitze waren positiv geladen – das ist ungewöhnlich.» Diese Blitze kämen aus höheren Lagen und seien stärker und damit auch lauter. «Weil zudem kaum Regen fiel und es fast windstill war, wurden die Blitzeinschläge und der Donner lauter wahrgenommen als bei einem normalen Gewitter.»

Neue Trolleybusse standen still

Während Blitz und Donner die einen aus den Federn holten, sorgten sie bei Frühaufstehern teils für Probleme – zumindest bei Pendlern auf der Buslinie 12. Nach einem heftigen Blitzeinschlag blieben viele Busse plötzlich stehen: «Ein Blitzeinschlag übertrug sich auf unsere Linie 12. Dies bekam unseren neuen Trolleybussen nicht», sagt Rolf Meyer, Sprecher von Bernmobil. Jedoch seien nur die neuen Trolleybusse betroffen gewesen. Die älteren Bernmobil-Busse hätten den Einschlag unbeschadet überstanden. Meyer: «Wir können uns das auch noch nicht erklären und müssen die Busse unter die Lupe nehmen.»

Nationalbank getroffen

Laut Meyer muss der Blitz im Bereich des Casinoplatzes eingeschlagen sein. Nur unweit davon entfernt steht die Schweizerische Nationalbank (SNB), die derzeit umgebaut wird. Dort schlug ein Blitz in den hohen Baukran ein. Personen kamen keine zu Schaden. Der Blitzeinschlag könnte jedoch Auswirkungen auf die Bautechnik der Nationalbank haben.

«Welche Auswirkungen der Blitzeinschlag auf die Bautechnik hatte, muss nun genau analysiert werden», sagte Silvia Oppliger von der SNB. Allfällige Schäden sind noch keine bekannt.

Das Hauptgebäude der SNB am Bundesplatz befindet sich zurzeit im Umbau. Begonnen haben die Sanierungs- und Umbauarbeiten im Februar 2015. Die betroffenen Mitarbeiter wurden in eine temporär gemietete Geschäftsliegenschaft in Bern umquartiert. Ende Jahr soll das Gebäude bezugsbereit sein.

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