Herrchen Lardelli: Busse für Lupos Bisse
Aktualisiert

Herrchen LardelliBusse für Lupos Bisse

Der 72 Kilogramm schwere Wachhund von Alfredo Borgatte dos Santos alias Alfredo Lardelli hat einen anderen Hund gebissen und erheblich verletzt. Daran ist laut Gericht der selbsternannte Rechtsberater schuld.

von
Attila Szenogrady
Alfredo Borgatte dos Santos alias Alfredo Lardelli.

Alfredo Borgatte dos Santos alias Alfredo Lardelli.

Der umstrittene Vorfall ging auf den 14. Dezember 2008 zurück. Damals spazierte Borgatte mit seiner attraktiven Freundin und seinem Wachhund «Lupo» über die Zürcher Allmend. Dabei ging der nicht angeleinte «Lupo» plötzlich auf einen Labrador-Retriever namens «Floyd» los und brachte diesem mit mehreren Bissen erhebliche Verletzungen bei. Während der Hunderauferei befand sich Borgatte rund 70 Meter vom Tatort entfernt. Der Besitzer des verletzten «Floyd» erstattete deshalb Anzeige bei der Polizei.

Busse vom Stadtrichter

Der zuständige Stadtrichter gab die Schuld Borgatte. Er verurteilte ihn wegen Nichtbeaufsichtigens und mangelnden Abhaltens seines Hundes vom Angreifen zu einer Busse von 200 Franken. Der gebüsste Rechtsberater erhob Einsprache und forderte kürzlich am Bezirksgericht Zürich einen vollen Freispruch. Er machte geltend, dass sich «Lupo» bloss gewehrt habe und mit seinen 72 Kilogramm auf den Labrador gesessen sei. Wodurch «Floyd» nicht mehr habe weiter raufen können.

Rechtsberater im Unrecht

Das Gericht glaubte aber dem Herrchen von «Floyd» und bestätigte den Schuldspruch des Stadtrichters. Entscheidend sei nämlich einzig, dass sich «Lupo» 200 Meter bis 70 Meter vom Einsprecher entfernt befunden habe, schrieb der Einzelrichter. Also klar ausser Sichtweite.

Mit diesem Schuldspruch befindet sich der Rechtsberater im Unrecht. Er soll nicht nur eine Busse von 200 Franken bezahlen, sondern auch dem Besitzer von «Floyd» einen Schadenersatz von rund 640 Franken. Hinzu kommen die bisher aufgelaufenen Verfahrenskosten von rund 2000 Franken.

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