Aktualisiert 13.02.2012 22:14

KatzenseeBussen-Ärger für die Gfrörni-Besucher

Über hundert Parkbussen hat die Polizei am Sonntag am Katzensee an Besucher verteilt, die die Gfrörni geniessen wollten. Betroffene sind verärgert.

von
Marco Lüssi
Obwohl es am Katzensee einen legalen Parkplatz gab (Bild), parkierten viele wild. (seeholz-beizli.ch)

Obwohl es am Katzensee einen legalen Parkplatz gab (Bild), parkierten viele wild. (seeholz-beizli.ch)

«Mit der Gfrörni gibt es für einmal ein seltenes Ereignis, das viele Familien anlockt – und die Polizei hat nichts Besseres zu tun, als Bussen en masse zu verteilen», ärgert sich Karl Wiederkehr aus Würenlos AG: «Wer ein Stück zu weit auf dem Waldweg erwischt wurde, trug sofort zur Erfüllung des Bussen­solls von Regensdorf bei.» Das sei eine Schande für eine Gemeinde, die familienfreundlich sein wolle.

Bei der Gemeinde Regensdorf bestätigt man die Straf­zettelflut: «Am Sonntag mussten wir rund 70 Parkbussen verteilen», sagt Gemeindeschreiber-Stellvertreter Stefan Trottmann auf Anfrage. Dabei sei man durchaus mit Augenmass vorgegangen: «Gebüsst wurden lediglich jene Lenker, die im Fahrverbot parkiert hatten – oder ihr Fahrzeug so abgestellt hatten, dass es den restlichen Verkehr behinderte.» Als zweites für den Katzen­see zuständiges Korps hat auch die Stadtpolizei Zürich am Sonntag Bussen geschrieben – laut Sprecherin Judith Hödl waren es drei Dutzend. «Dabei gingen wir verhältnismässig vor und griffen nur ein, wenn Rettungswege blockiert waren.»

Autofahrern habe man gleich mehrere Möglichkeiten geboten, legal zu parkieren, betont Trottmann: Parkmöglichkeiten habe es sowohl beim Bahnhof Regensdorf gegeben, von wo ein Shuttle-Bus zum Katzensee fuhr, als auch auf einem improvisierten Parkplatz auf dem Feld eines Bauern – für 2 Franken pro Tag. Dieser wurde am Sonntag von über 500 Autofahrern genutzt.

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