A3: Bussen für Autofahrer nach Massencrash

Aktualisiert

A3Bussen für Autofahrer nach Massencrash

Dutzende Autos verunfallten Anfang Jahr bei einer Karambolage auf der A3 bei Bilten GL. 16 Autofahrer erhielten Strafbefehle, weil sie zu schnell unterwegs waren.

von
jeb
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Massencrash bei der Verzweigung Reichenburg der Autobahn A3: 40 Autos verunfallten am 6. Januar 2017.

Massencrash bei der Verzweigung Reichenburg der Autobahn A3: 40 Autos verunfallten am 6. Januar 2017.

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Nach ersten polizeilichen Erkenntnissen war «dichtester Nebel» der Grund, dass auf der Autobahn in Fahrtrichtung Chur gegen 40 Fahrzeuge verunfallten

Nach ersten polizeilichen Erkenntnissen war «dichtester Nebel» der Grund, dass auf der Autobahn in Fahrtrichtung Chur gegen 40 Fahrzeuge verunfallten

Sechs Ambulanzfahrzeuge standen im Einsatz.

Sechs Ambulanzfahrzeuge standen im Einsatz.

Keystone

Insgesamt 40 Autos waren in die Massenkarambolage auf der A3 auf der Strecke zwischen Reichenburg und Ziegelbrücke involviert. 17 Personen wurden verletzt, die Autobahn musste damals für Stunden gesperrt werden. Zum Zeitpunkt des Grossunfalls herrschte dichter Neben und die Fahrbahn war wahrscheinlich vereist.

Nach der Massenkarambolage wurden gegen 34 Autofahrer Ermittlungen aufgenommen. Wie Staatsanwalt Simon Walser gegenüber der «Zürichsee-Zeitung» erklärt, haben 16 Lenker einen Strafbefehl erhalten.

«80 kann zu schnell sein»

Die Autofahrer hätten ihre Geschwindigkeit nicht den gegebenen Sichtverhältnissen angepasst, erklärte Walser gegenüber der «Südostschweiz» (Bezahlartikel). «Keines der Autos fuhr mit 120, aber im dichten Nebel kann auch 80 zu schnell sein.»

Laut Walser haben die Aussagen der Beteiligten und das Schadensbild geholfen, die Fehlbaren herauszufiltern. Jeder Lenker sei ein Einzelfall, das Strafmass bemesse sich individuell. «Im Schnitt beträgt die Busse 300 Franken, dazu kommen Gebühren von 400 Franken», sagt Walser zur«Zürichsee-Zeitung». Gegen den Strafbefehl kann Rekurs eingelegt werden. Vereinzelt hätten das Lenker auch bereits gemacht.

Nebst den Strafbefehlen droht den Lenkern auch ein Führerausweisentzug. Darüber entscheidet jedoch das Strassenverkehrsamt des Wohnkantons.

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